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Zahnbürste Sägeultraleichte Ausrüstung - der Weg zum leichteren Rucksack

Das ultraleichte Wandern erfreut sich immer größerer Beliebtheit, aber auch dem durchschnittlichen Wanderfreund kann ein bisschen Gewichtsreduzierung im Rucksack nicht schaden.
Mit weniger Gewicht auf dem Rücken ist das laufen doch gleich viel angenehmer. Deswegen habe ich hier ein Paar Anregungen und Tipps zusamengestellt wie man sein Rucksackgewicht um einige Gramm oder gar Kilos reduzieren kann, ohne dabei zu tief ins Detail gehen zu wollen und über Sinn, Unsinn, Brauchbarkeit oder Extreme von ultraleicht Trekking zu diskutieren.

Die "ultraleicht Trekking Tipps" sind lediglich als Anregung zu verstehen. Gerade bei einer Leichtwander-Tour muss die Ausrüstung notwendigerweise perfekt aufeinander abgestimmt sein um das Gewicht-Sparpotential voll entfalten zu können. Nicht immer können alle Tipps gleichzeitig nebeneinander umgesetzt werden. Oft handelt es sich um Kompromisse; trotzdem bedeutet Gewichtsreduzierung bei der Ausrüstung nicht zwangsläufig Komfortverlust, ganz im Gegenteil…einmal etwas Verzicht üben schadet nicht, Wandern mit Rucksack ist schließlich kein Hotelurlaub; wollen viele doch gerade dem urbanen komfortüberladenen Alltag entfliehen.

Aber nicht vergessen, das meiste "Gewicht" solltet ihr im Kopf tragen! Je mehr Ausrüstung eingespart wird, desto mehr Wissen und Erfahrung sollte man um Umgang mit Natur und eigener Ausrüstung haben. Keinesfalls sollte man Gewicht sparen und ultraleicht Trekking mit Leichtsinn verwechseln.

» Ultraleicht Trekking Tipps

» Kleidung

Montane SmockMontane Featherlite Smock: Winddichte Schlupfjacke, verpackt so groß wie ein Apfel (ca. 90g)

Generell sollte als Leichtwanderer nur so viel Kleidung mitgenommen werden wie auf einmal am Körper getragen werden kann, diese Kombination sollte dann möglichst auch den schlimmsten erwarteten Wetterbedingungen standhalten. Die Kleidung sollte aus möglichst vielen Schichten (Zwiebelprinzip) bestehen um jeden erwarteten Temperaturbereich abdecken zu können. Jedes Kleidungsstück sollte für sich möglichst flexibel eingesetzt werden können und verschiedene Kombinationen zulassen.
Kunstfaser ist Naturfaser in der Regel vorzuziehen. Kleidung aus Kunstfasermaterial ist meist sehr leicht, trocknet schnell und bietet dank Silberionen gegen Geruchsbildung und atmungsaktiven Membranen ein angenehmes Tragegefühl. Gegen Kleidungsstücke z.B. aus Merinowolle ist aber natürlich auch nichts einzuwenden.

Unterwäsche
Unterwäsche sollte wie oben schon gesagt aus Kunstfasermaterial bestehen, welches Feuchtigkeit zügig nach außen weitergibt. Zwar neigt Kunstfaser zur Geruchsbildung, jedoch ist sie um einiges leichter und trocknet wesentlich schneller als Naturfasern. Der Geruchsbildung beugen häufig eingearbeitete Silberionen vor.
Ein Satz Wäsche zum Wechseln genügt auch für 14 Tage, durch das schnelle Trocknen ist nämlich auch schnelles Waschen zwischendurch möglich. Außerdem ist noch keiner an einer 3 Tage hintereinander getragenen Unterhose gestorben, auch wenn manchem das unglaublich erscheint ;-)
Einige bevorzugen auf Grund des geringen Gewichts String Tangas, ganz harte nutzen auch Papierunterwäsche…nicht mein Fall, aber der Vollständigkeit halber mal erwähnt.

lange Unterwäsche
Auch lange Unterwäsche sollte auf keiner Tour fehlen, es gibt sie in extradick bis hauchdünn. Die Stärke sollte auf die angestrebte Klimazone abgestimmt werden. Die leichtesten Sets wiegen unter 100g und sind weniger auf Wärmeleistung, als auf optimalen Feuchtigkeitstransport ausgerichtet.
Lange Unterwäsche lässt sich als warme Isolationsschicht, gemütliche Campbekleidung oder auch als Schlafanzug einsetzen. Als Schlafanzug erspart sie einem evtl. ein zusätzliches Inlett im Schlafsack (Steigerung der Wärmeleistung und Schutz vor Verschmutzung).

Socken
Drei paar Socken halte ich bei einer durchschnittlichen Tour für mehr als ausreichend, so hat man auch Reserven, wenn ein paar durchgescheuert werden sollte oder man ein Paar auch im Schlafsack nutzt. Sonst reichen auch zwei Paar. Einige bevorzugen ein dünnes und ein dickeres Paar Socken gleichzeitig im Schuh, wobei das dünnere Feuchtigkeitstransportierend sein sollte. Generell glaube ich aber, dass durch Faltenwurf etc. bei 2 Socken übereinander eher Probleme bzgl. Blasen entstehen, als bei einem gescheiten Socken, jeder sollte da seine eigenen Erfahrungen machen. Auch die Socken sollten auf die Temperatur und Witterung abgestimmt werden. Jedenfalls sollten sie noch ausreichend dick sein, um zu polstern, auch wenn das zu Ungunsten des Gewichts geht. Ich bevorzuge Mischfasern,absolut empfehlen kann ich als Standard z.B. die Falke TK1.
Auch im Schlafsack wärmen Socken die Füße.
Groben Dreck kann man durch die Socken aus dem Wasser filtern, macht das Wasser aber nicht unbedingt genießbar! *g*
Bei leichteren Wanderschuhen genügen oftmals auch dünnere/leichtere Socken. Generell sollten die Socken speziell auf den benutzten Schuh abgestimmt sein.

Wanderschuhe
Bei Wanderschuhen scheiden sich die Geister, schließlich sollen sie Stützen und Sicherheit geben, vor allem bei schwierigem Gelände und mit großem Gewicht auf dem Rücken.
Wer aber das Gewicht auf dem Rücken reduziert, erfahren und trainiert ist, kann auch das Gewicht der Schuhe reduzieren und nur einen leichten Trekkingschuh wählen. Bei weniger Gewicht auf dem Rücken verringert sich schließlich auch die Belastung der Füße. Leichte Schuhe passen sich zudem besser dem Fuß an und führen zu einem angenehmeren Gehgefühl. Fürs Gelände sollten sie jedoch ein ausreichendes Profil haben. Wichtig ist, dass die Schuhe perfekt passen. Alles andere muss jeder für sich ausprobieren, Sicherheit geht hier vor.
Nebenbei sei aber noch gesagt, dass die Gewichtreduzierung bei den Schuhen besonders effektiv ist, da das Gewicht der Schuhe bei jedem Schritt gestemmt werden muss. Bei einer längeren Tour kommen viele Schritte zusammen... Mit leichteren Schuhen lässt sich der Energieverbrauch also erheblich senken und die Kilometerleistung im Vergleich mit schweren Schuhen steigern.

Oberbekleidung
Sie sollte möglichst frei von überflüssigen Taschen, Reißverschlüssen und Anhängern sein. All das sorgt nur für Unnötiges Gewicht. Auch Zip-Hosen mit 3 verschiedenen Tragemöglichkeiten, Riesenbeintaschen und Gebamsel machen es nicht leichter, den meisten ist das ständige an- und abzippen eh zu lästig. Kurz und Lang reichen völlig, schwerere Gegenstände in den Beintaschen empfinde ich als äußerst unangenehm, das Maximum ist bei mier schon ein Halstuch. Eine Tasche für die Karte kann aber praktisch sein.
Einer Fleecejacke gebe ich aber trotz Reißverschluss den Vorzug gegenüber einem Fleecepulli, man ist einfach flexibler in der Wärmeregulierung.
Die Dicke der Kleidung, sollte dem Klima angepasst sein, ebenso der Sonnenschutzfaktor und die Atmungsaktivität.
Als Jacke eignet sich ein lediglich Wasser abweisendes und möglichst atmungsaktives Softshell oder ein Windbreaker, der Montane Featherlite Smock z.B. wiegt nur ca. 85g bei der Packgröße eines Tennisballs. Der Atmungsaktivität ist hier der Vorzug zu geben, vor Regen schützt separate Regenbekleidung. Nur im Winter ist wohl eine robuste und schwere Jacke nötig.
Generell muss Schutz gegen Kälte, Wind und Nässe gegeben sein, das ganze bei ausreichender Robustheit. Die Kunst ist die Kleidung so zu kombinieren, dass alle Bereiche sinnvoll und ausreichend abgedeckt werden.
Ganz Eifrige trennen auch die Waschanweisung und Etiketten aus ihrer Kleidung und sparen sich nochmal 2 Gramm.

Regenbekleidung
Regenbekleidung wird meist nur bei wirklich lang anhaltendem Regen benötig, für kurze Schauern tut es auch die leichte Jacke. 100% Wasserdicht bedeutet nämlich meist auch 0% Atmungsaktiv, Alleskönner a la Goretex sind leider teuer und schwer.
Schnell ist man von Innen nasser geschwitzt, als es Draußen regnet. Ein Poncho bietet ein Maximum an Luftzirkulation und kann dazu noch den Rucksack mit unter sich aufnehmen. Gleichzeitig kann er als Notunterkunft, Bodenplane, Transporttrage oder Zelterweiterung eingesetzt werden. Exped und GoLite bieten Modelle mit unter 300g Gewicht an.
Allerdings flattert so ein Poncho recht heftig im Wind und ziemlich lächerlich sieht man darin auch aus. Gegen das Flattern helfen um den Bauch gebundene Schnüre, gegen das Aussehen nur ausgeprägtes Selbstbewusstsein.
Zu einem Poncho passen bei richtig üblem Wetter Gamaschen.
Viele schwören auf die aus Amerika stammenden FroggToggs, selbst konnte ich sie leider noch nicht testen.
Für ganz kurze Abenteuer eignen sich sicher auch leichte Einwegponchos.
Vielleicht nicht jedermanns Sache, aber Regenschirme gibt es auch für Outdoorfreunde, z.B. den SwingLiteflex, einfach mal ausprobieren. So ein Schirm schütz auch vor Sonne (gibt es sogar mit Silberbeschichtung) und lässt sich als Stock oder Behelfsmäßige tarpstange verwenden.

Gürtel
Am Besten ist wohl, wenn die Hose ohne perfekt sitzt. Notfalls tut es sogar eine Kordel.
Wirklich leicht und sicher ist ein Selbstbau aus Gurtband.

Badebekleidung
ist überbewertet ;-)…Notfalls tut es die Unterhose oder kurze Hose.

Kopfbedeckung
Möglichst leichtes Hut- oder Kappenmodell wählen. Es sollte vor Sonneneinstrahlung, Kälte und Regen schützen, hier gibt es zig Varianten.
Eine Mütze schützt auch im Schlaf(-sack) vor Kälte. Über den Kopf verlieren wir einen Großteil unserer Körperwärme, also nicht drauf verzichten. Es muss nicht die dicke Wollmütze sein, dünne und leichte Mützen gibt es oft als Unterziehmützen.
Universal einsetzbar sind auch Multifunktionstücher ala Buff.

Halstuch
Klare Empfehlung von mir sind Multifunktions-/Schlauchtücher, sie eigenen sich einfach für fast alles, es gibt sie in vielen verschiedenen Varianten und Farben. Sie eignen sich als Halstuch, Kopftuch, Haarband, Pulswärmer, Muff, Gesichtsschutz, Nackenschutz, Mütze, Rettungstuch, Staubschutz, Notverband oder sogar als Handtuch oder Topflappen.

Handschuhe
Im Notfall tun es die Socken als Ersatz für Fäustlinge, eine Plastiktüte drumherum macht sie Wasserdicht.
Wer keine harten Arbeiten erledigt, kommt allein fürs Wandern mit dünnen winddichten Handschuhen aus.
Fäustlinge wärmen grundsätzlich effektiver als Fingerhandschuhe.
Ganz klassisch kann man seine Hände auch in die Jackentaschen stecken.

Sandalen
Zum Wandern mag ich Sandalen überhaupt nicht, aber im Camp sind solche doch sehr befreiend, wenn man den ganzen Tag in Stiefeln unterwegs war. Schmuddelige Sanitäranlagen machen zumindest einfache Exemplare zwingend nötig.
Wenn es also nicht auf Trekkingtauglichkeit ankommt eigenen sich folgende einfach-Exemplare:
0815 FlipFlops aus dem 1€ Laden, oder ein modifiziertes Stück alte Isomatte oder eine alte stabile Einlegesohle (auf Fußgröße schneiden, eine Schnürung durch, ggf. mit Gaffertape verstärken und fertig).
Etwas robuster sind normale Badepantoletten. Ich habe ein ganz einfaches Modell von Reebok mit weniger als 300g, nicht ultraleicht, aber leicht, klein und wirklich haltbar, damit kann man auch mehr als nur ein paar Meter damit gehen.

» Rucksack

GoLite Jam2GoLite Jam2, mit etwa 650g (Modell 2008) gehört er schon zu den "schwereren" Leichtrucksäcken

Moderne Trekkingrucksacke mit ausgeklügelten Tragesystemen wiegen ohne Inhalt häufig schon an die 3 Kilogramm. Ultraleicht Rucksäcke dagegen meistens deutlich unter einem Kilo. Allerdings tragen solche leichten Rucksäcke auch nur leichte Ausrüstung. Bei Packgewichten deutlich über 10kg wird ein Tragesystem und robusteres Material wohl unvermeidlich. Einen Kompromiss bildet z.B. die ACT Lite Deuter.
Leichte Modelle findet man zB. von Golite, Sixmoondesign, Gossamer, …

Ein großer Müllsack kann als Liner (Innensack) eingesetzt werden. Der Poncho kann gleichzeitig als Regenschutz für den Rucksack dienen und spart eine spezielle Regenhülle.

Auch wenn mitgelieferte Packbeutel oder spezielle Taschen mit vielen Steckfächern äußerst praktisch sind, führen sie doch häufig zu erhöhtem Gewicht. Vielfach leichter sind selbst genähte Nylonbeutel, luftige Netztaschen oder diverse Plastiktüten. Ziplockbeutel (Druckverschlussbeutel) und vieles mehr aus der Haushaltswarenabteilung (Toppits etc.) lässt sich auch als Trekkingausrüstung verwenden. (Tipp: Aufbewahrung und Ordnung im Rucksack)

Wer es sich zutraut kann auch einen Rucksack im Selbstbau versuchen, Vorschläge, Bausätze und Anleitungen finden sich im Netz.

» Schlafen und Unterkunft:

Zelt
Wie weiter oben schon gesagt, kann man auch unter dem Poncho übernachten und spart sich das Zelt. Jedoch ist das Platzangebot ziemlich beschränkt und das Wetter sollte es dann je nach Aufbau gut mit einem meinen.
Eine weitere Möglichkeit ist das Übernachten im Biwaksack, zwar leicht aber ohne richtiges Dach über dem Kopf, schon gar nicht über der Ausrüstung und oft dazu noch jede Menge Kondenswasser im Inneren. Hier gibt es große Unterschiede zwischen ziemlich unbrauchbaren "besseren Müllsäcken" und wirklich durchdachten Konstruktionen, von denen manche schon wieder fast an ein Zelt heran reichen.
Sehr beliebt unter Leichttrekkern ist das Tarp, klein leicht und sehr flexibel in der Anwendung. Eigentlich nicht mehr als ein großes Segel aus leichtem Wasserdichtem Stoff (meist Silikonisiertes Nylon), aber mit den richtigen Schlaufen, Ösen, Schnüren, Bodenplane und der richtigen Aufstellvariante (Trekkingstöcke, Äste, Bäume können hier zu Hilfe genommen werden) eine vollwertige Unterkunft, wenn man weiß wie und wo es aufgebaut werden soll.
Eine Hybrid zwischen Zelt und Tarp sind so genannte Tarptents, wie die von Henry Shire . Geringes Gewicht und gute Belüftung mit dem „Wohngefühl“ eines klassischen Zeltes. Sie verfügen meist über eine integrierte Bodenplane, Insektengitter und können ebenfalls bei Bedarf mit Trekkingstöcken, Stöcken etc. aufgebaut werden.
Natürlich gibt es auch einige sehr leichte „normale“ Zelte. Sie sind immer noch schwerer als oben genannte Varianten, aber bei rauhen Klima wohl die bessere Alternative.
Alle Typen haben ihre Stärken und Schwächen. Einsatzspektrum, Platzangebot und persönliches Komfortbedürfnis bestimmen letztendlich das Gewicht entscheidend und sollten vorher genau festgelegt werden.

Zeltzubehör
Heringe wiegen alleine nur wenige Gramm, bei 10 Stück summiert sich das aber sehr schnell.
Zeltnägel aus Titan sind sehr leicht, leider auch sehr teuer.
Eventuell kann man gänzlich auf Heringe verzichten, wenn die Möglichkeit besteht die Zeltleinen an umstehende Bäume oder schwere Steine zu binden. Im Sandboden kann man angebundene Steine oder Hölzer als „Anker“ verwenden und einbuddeln.
Notfalls können auch Heringe aus herumliegenden Ästen geschnitzt werden.
Robustere Heringe lassen sich auch zum Graben oder als improvisierter Topfstand missbrauchen.
Eine günstige Selbstbaualternative für ultraleichte Heringe findet sich hier.
Dreichlochleinenspanner kann man durch die Anwendung des Topsegelschotstek ersetzen, wenn man diesen Knoten beherrscht.
Bei den Zeltleinen lässt sich ebenfalls manchmal etwas an Gewicht sparen, sie sollte reißfest und widerstandsfähig sein. Dickere Angelschnüre oder Schnur aus dem Baubereich erfüllen oft diese Kriterien und übertreffen evtl. konventionelle Zeltschnur.
Reißfest und vor allem meist gut sichtbar ist Dyne(e)ma-Schnur (Angelladen oder bei Extremtextil).
Am liebsten wäre mir preiswerte, leichte, reißfeste glow in the dark Schnur (Glow Cord)
Die Abspannleine lässt sich zusätzlich prima als Wäscheleine nutzen. Wäscheklammern braucht es keine, hier helfen anknoten der Wäsche oder selbst geschnitzte Wäscheklammern, dazu einfach ein dünnes Ästchen soweit spalten, dass Spannung im entstehenden Zwischenraum besteht.

Zeltunterlage/Liegeplane
Viele verzichten gänzlich auf eine Unterlage, obwohl sie im besten Falle, die Ausrüstung schont, vor Feuchtigkeit und Schmutz schützt und vielleicht sogar etwas isoliert.
Natürlich kann man auch durch besondere Vorsicht und richtige Auswahl des Lagerplatzes eine Beschädigung des Zeltbodens vermeiden, allerdings gibt eine dünne Unterlage bspw. aus dünner Kunststoff- oder Aluminiumfolie zusätzliche Sicherheit. Außerdem lässt sich damit im Notfall evtl. ein Unterschlupf, eine Trage oder ein Windschutz etc. bauen. Der Einsatz als Picknickdecke im feuchten Gras ist ebenfalls denkbar.
Die Unterlage sollte exakt auf die Zeltform zugeschnitten werden. Wenn die Apsis mit von der Plane abgedeckt wird ist auch die Ausrüstung geschützt, Kondenswasser minimiert und man hat quasi Teppichboden im Zelt.
Beim übernachten unterm Tarp bildet die Unterlage den einzigen Schutz vor Bodenfeuchtigkeit und Beschädigung der Isomatte.
Ein interessantes Material ist Tyvek. Das Papierartige Material wird im Drachenbau, als Verpackungsmaterial oder für Schutzkleidung eingesetzt. Je nach Ausführung, winddicht, wasserdicht, robust und vor allem extrem leicht (ca. 50g m²).
Eine Rettungsdecke kann ebenfalls in vielerlei Hinsicht nützlich sein, knistert aber etwas.

Isomatte
Die wohl leichtesten Matten mit akzeptablen Isolationswerten bestehen aus Evazote-Schaum. Beispielhaft nenne ich die Therm-A-Rest Z-Rest (ca. 460g) oder die extrem dünne Artiach Light-Plus (ca. 220g früher wohl sogar 170g). Mit dem richtigen Rucksackmodell kann eine klassische Isomatte auch als Rückenpolster eingesetzt werden. Das Gewicht der Evazotematten lässt sich noch weiter verringern, wenn sie auf die richtige Körpergröße gekürzt oder gar auf die Körperkontur zurechtgeschnitten werden. Sie sind robust, verkraften Feuchtigkeit und notfalls kann auf den dunklen Modellen sogar Schnee geschmolzen werden. Von komfortablem Schlaf kann ich aber nicht berichten…es ist hart, man sollte sich den richtigen Untergrund aussuchen, ggf. mit Laub und Moos nachpolstern. Außerdem ist das Packmaß dieser Matten meist nicht gerade klein.
Kleiner zu verpacken und bequemer sind sich selbst aufblasende Luftmatratzen. Zu den leichtesten 3 Jahreszeiten Matten gehören die Therm-A-Rest ProLite FL oder die Artiach Skin Micro-Lite. Sie sind natürlich nicht so robust wie die Evazote Matte. Aber auch bei ihnen lässt sich noch mal Gewicht sparen, wenn man sich für ein kurzes Modell mit nur ca. 120 cm Länge entscheidet. So liegt nur der Oberkörper auf der polsternden Matte, als Isolationsschicht für die Beine, die nicht so viel Kompfort brauchen, kann dann evtl. der leere Rucksack o.ä. dienen.
Einige Bevorzugen auch eine Kombination aus leichter Evazotematte und kurzer aufblasbarer Isomatte.
Das beste Gewichts-/Isolationsverhältnis haben wohl die Exped Downmats, dazu sind sie dank Daunefüllung noch richtig bequem. Allerdings spielen sie ihren Vorteil nur bei extremer Kälte aus, für gemäßigte Zonen genügen leichtere Matten mit geringerem Isolationswert vollkommen.

Schlafsack
Daunengefüllte Schlafsäcke sind leichter als Kunstfaserschlafsäcke mit gleichem Isolationswert. Allerdings reagieren sie empfindlicher auf Feuchtigkeit und wärmen im nassen Zustand fast gar nicht mehr.
Der Schlafsack sollte passend zur Körpergröße ausgewählt werden, also die richtige Länge und einen schmalen, konturierten Schnitt haben, damit nicht unnötig Luft erwärmt werden muss.
Wenn eine dicke Daunenjacke zum Reisegepäck gehört, kann man sie in Kombination mit einem so genannten „Halfbag“ nutzen. Ein kurzer Schlafsack nur für die Beine (Bspw. http://www.theomm.com/sleepingsystems.html)
Im Schlafsack getragene Kleidung steigert die Wärmeleistung, auch wenn häufig vom Gegenteil gesprochen wird.
Viel Wärme geht über den Kopf verloren, also beim Schlafen eine Mütze tragen und die Schlafsackkapuze nutzen.
Ein Schlafsack ohne oder nur mit Kurzem Reißverschluss spart Gewicht und hat weniger Kältebrücken.
Eine weitere Möglichkeit ist die Verwendung von speziellen Decken, die an der Isomatte befestigt werden können. Da die Schlafsackfüllung im Rückenbereich beim Liegen eh platt gedrückt wird, kann man auf diesen Ballast auch gleich verzichten.
Wer eine stabile und dichte Trinkflasche besitzt und noch etwas warmes Wasser übrig hat, kann diese auch prima als Wärmflasche mit in den Schlafsack nehmen.
Chronisch kalten Füßen kann mit speziell gepolsterten Fußteilen entgegen getreten werden.

Ein mit Kleidung etc. gefüllter Packbeutel ergibt ein bequemes Kissen. Evtl. kann man auch etwas dünnes Fleece auf eine Seite des Beutels aufnähen.

Inlett
Das Inlett schützt das Schlafsackinnere vor Schmutz und liefert je nach Material noch ein paar Grad an Wärmeleistung. Zwingend notwendig ist es nicht. Als Material kommen Fleece (weich, wärmesteigerung aber evtl. schnelle Geruchsbildung) oder Seide (angenehmes Schlafklima, sehr leicht, jedoch kaum zustäzliche Wärme) in Frage.
Ein Schlafanzug (lange Unterwäsche) kann ein Inlett überflüssig machen.

» Küche

TitangeschirrTopf und Falt-Spork aus Titan, edel und leicht

Am meisten Gewicht spart man natürlich mit kalter Küche. Auch ohne warmes Essen kann man wochenlang ohne Schwierigkeiten überleben. Aber das Kochen macht doch einfach zu viel Freude, als darauf zu verzichten.

Kocher & Brennstoff
Die Auswahl des passenden Kochers richtet sich nach der Länge der Tour und der Möglichkeit an Brennstoffnachschub zu gelangen. Für kurze Touren (unter einer Woche) ohne Nachschubmöglichkeit empfiehlt sich, allein unter dem Kriterium des Gewichtssparens, ein leichter Spirituskocher. Bei längeren Touren wird der Brennstoffvorrat zu schwer, hier ist ein Gaskocher durch seinen höheren Heizwert effektiver. Besteht unterwegs die Möglichkeit seinen Spiritusvorrat auffüllen zu können, bleibt der Spirituskocher natürlich die leichteste Variante.
Aus leeren Getränkedosen lassen sich ultraleichte Spirituskocher herstellen. Sie sind leichter und oft effektiver als die meisten käuflichen Modelle. Viele Anregungen und Anleitungen diverser Modelle finden sich auf http://zenstoves.net/Stoves.htm (Tipp: Teelichtkocher, Pfefferminzbrenner, Dosenkocher Tomatenmark)
Es sollte nur soviel Brennstoff mitgeführt werden, wie wirklich gebraucht wird. Gerade bei Spiritus lässt sich das leicht dosieren, aber auch bei Gas muss man ja nicht unbedingt die größte Kartusche mitnehmen (leider dann eine schlechtes Preis/Leistungsverhältnis). Also vorher ausprobieren und grob den Verbrauch überschlagen (Rechenhilfe).
Wenn Brennmaterial unterwegs vorhanden und offenes Feuer erlaubt ist, kann ohne Kocher auf offener Flamme gekocht werden.
Für eine Tagestour kann notfalls auch ein Trockenbrennstoff ala Esbitkocher oder ein MRE Heater genügen.
Durch umsichtigen Umgang beim Kochvorgang lässt sich zusätzlich noch einiges an Gewicht sparen:
Nicht immer ist kochendes Wasser nötig, für viele Fertigprodukte genügt schon heißes Wasser.
Topfdeckel und Windschutz verringern den Brennstoffverbrauch enorm.
Am besten an einem windgeschützten Platz kochen.
Gerichte in Thermobehälter oder eingewickelt in einen isolierenden "pot cozy" ziehen lassen. Brenner ausmachen und nachgaren lassen.
Nicht immer auf höchster Stufe kochen, auch wenn es so meistens schneller geht, der Brennstoffverbrauch nimmt um ein Vielfaches zu.
Brenner sofort nach der Nutzung ausmachen, bei Spiritusbrennern nur so viel Spiritus einfüllen wie benötigt.
Nicht unbedingt eiskaltes Wasser aus dem Bach erhitzen, sondern lieber das von der Sonne bereits auf der Tour erwärmte aus der Trinkflasche. Eine schwarz gefärbte Trinkflasche erzeugt in der Sonne schon ziemlich warmes Wasser, auch prima für warmes Wasser beim Waschen.

Windschutz
Ein leichter Windschutz lässt sich leicht aus gefalteter Grill- oder Alufolie herstellen. Mit Heringen kann er am Boden fixiert werden. Einige Löcher an der Unterseite sorgen für Ausreichende Sauerstoffzufuhr. Anregungen gibt es hier http://www.pluennenkreuzer.de
Die Wirkung eines Windschutzes sollte nicht unterschätzt werden, das Einsparpotential für Brennstoff ist enorm.
Ein Interessantes Komplettsystem ist der Caldera Cone.

Kochgeschirr
Auf eine Pfanne und einen Wasserkessel kann man auf den meisten Touren verzichten, ein einfacher Topf genügt für fast alles.
Ein Topf aus Titan ist die leichteste Variante, allerdings sind Titantöpfe sehr teuer und durch die schlechte Wärmeleitfähigkeit des Materials brennt Essen schnell an und führt außerdem zu höherem Brennstoffverbrauch.
Dünnwandiges gehärtetes Aluminium ist als Topfmaterial wohl ein geeigneter Kompromiss.
Ein passender leichter Topfdeckel lässt sich aus Grill- oder Alufolie herstellen.
Da meist nur ein einziger Kocher mitgeführt wird braucht man auch kein ganzes Kochtopfset.
Ein kleiner Topf spart Gewicht, eine Topfgröße von einem Liter genügt für zwei Personen. Der Gourmet bereitet schließlich mehrere Gänge nacheinander zu ;-)
Statt einer Griffzange können auch Topflappen genutzt werden, wer schmutzige Kleidung nicht scheut kann auch diese als solche nutzen. Alternativ kann ein Ultraleichter Henkel aus dünnem Draht angebracht werden, damit kann man den Topf auch aufhängen. Hierzu müssen kleine Löcher in die obere Topfwand gebohrt werden, an denen der Draht befestigt werden kann. Ein stück dünnes Silikon tut ebenfalls seinen Dienst als Topfgreifer.
In manchen Tassen und Töpfen ist eine Skala integriert, wer sein Geschirr kennt, kann aber auch ohne ganz gut dosieren.
Puristen kochen auch in einer leeren Bierdose.

Besteck
Nur ein Löffel ist völlig ausreichend, damit lässt sich jedes Gericht Essen. Eine Gabel erscheint mir überflüssig und ein kleines Messer hat man ja normalerweise sowieso dabei.
Ich persönlich bevorzuge einen Hybrid aus Gabel und Löffel, bekannt als „Göffel“, „Spork“ oder „Foon“. Als leichtes Material kommt nur Titan oder Kunststoff in Betracht. Sehr platzsparend ist Outdoor Faltbesteck.
Nicht sehr langlebig, aber dafür leicht ist Einwegpartybesteck oder solches aus Schnellrestaurants (z.B. McFlurry Löffel etc.).
Sehr praktisch ist es, wenn das Besteck zum Transport mit in den Topf passt, hier kann man evtl. die Stiele kürzen. Eine kleine Übersicht zu Outdoor Besteck gibt es hier.

Teller & Tasse
Eigentlich kann man auch direkt aus dem Topf essen oder Trinken, aber spätestens wenn man zu zweit unterwegs ist, kann das leicht unangenehm werden, wenn der Kampf um die Nudeln im Topf entbrennt. Kaffee trinke ich auch lieber aus einer Tasse.
Orikaso liefert ein ganzes Sortiment an extrem leichtem Faltgeschirr.
Ein Stück eines dünnen Kunststoffdeckels kann als kleines Schneidbrett dienen, mit den passenden Einschnitten sogar als Trichter einsetzbar. Mit dem Orikaso Geschirr sind diese Funktionen auch abgedeckt.
Titantassen sind edel und auch noch als Isoliertasse sehr leicht, nur leider sehr teuer.
Leicht und Kompakt sind die Falttassen von Scandic/Relags
Billig und leicht sind die Becher von Fertiggerichten.
Aus größeren Bechern lässt sich Müsli etc. essen.

Abwasch
Nur mit Händen, Wasser, Sand und Luft lässt Geschirr notfalls auch wieder sauber und trocken bekommen, richtig befriedigend ist das jedoch in den meisten Fällen nicht.
Einen halben Spülschwamm, ein kleines Trockentuch und etwas Spülmittel sollte man schon mitnehmen. Als Spülmittel genügt universale Outdoorseife im Dropper Bottle.

» Hygiene

Sonnencreme, Zahnpasta und Seife sollten nur in wirklich benötigter Menge mitgenommen werden. Am besten abgefüllt in passende kleine Tuben und Döschen. Für ganz genaue Dosierung kommen auch Zahnputztabletten in Frage.
An Zahnbürsten darf der berüchtigte Stiel abgeschnitten werden oder man verwendet gleich nur Auswechselköpfe. Zum Nägel schneiden taugt auch die Schere am Multitool/Taschenmesser. Auf Rasierer, Spiegel und Bürste kann man kurzfristig verzichten, wenn nicht, dann am besten Einwegrasierer, Kamm und Kunststoffspiegel verwenden.
Auch auf ein Handtuch kann man verzichten, bei gutem Wetter vom Wind trocknen lassen oder das Halstuch als Handtuch verwenden. Alternativ ein schnell trocknendes Trekkinghandtuch aus Mikrofaser. Ultraleicht sowie ultrabillig sind auch Viskosetücher aus der Haushaltswarenabteilung. Eine etwas andere Form des Einweghandtuchs sind sog. Pill Towels.
Outdoorseife (mit dieser kann man sogar die Zähne putzen) genügt für die täglich Wäsche, ebenso für die Wäsche der Kleidung. Sehr leicht sind kleine Seifenplättchen , leider kleben diese schnell aneinander und lösen sich dann komplett auf.
Eine schwarze Wasserflasche mit modifiziertem Deckel (mehrere kleine Löcher in den Deckel bohren) kann als günstige Solardusche dienen.

» Ausrüstung vermischt

leichte Kleinteile BIC-mini (10g), Tatonka ID Wallet (20g), Petzl E+lite (28g), Victorinox Swisscard Lite (25g)

Erste Hilfe Set
Verzichten sollte man auf ein kleines Erste Hilfe Set keinesfalls, allerdings muss es nicht unbedingt ein ganzer Verbandskasten sein. Der Umfang ist natürlich auch abhängig von Reiseziel, -dauer und –art. Ein paar Pflaster, Verbandspäckchen, Schmerzmittel, Durchfalltabletten und etwas Wund-/Brandsalbe sollten schon dabei sein. Am besten wasserdicht Verpackt in einen ZipLock Tütchen.
Schere und Pinzette befinden sich bereits am Taschenmesser.
Zur Fixierung von Verband oder Pflaster eignet sich etwas Tape.
Mit Trekkingstöcken oder einer zusammengerollten Evazote Matte können provisorisch Brüche geschient werden (mehr Theorie...bitte sofern es geht immer nur den Fachmann machen lassen!).
Tipp: Anregegungen zum Notfall Erste Hilfe Set

Orientierung
Ein Fernglas liefert zwar manchmal schöne Aussichten, ist aber nicht zwingend notwendig.
Ein Monokular erfüllt die gleiche Funktion und ist leichter.
Der Silva Field 7 wiegt nur ca. 26g und genügt den meisten Anforderungen an einen Kompass.
Kompasse für Uhrenarmband oder als Anhänger sind zwar noch leichter, leider aber nicht immer sehr zuverlässig.
Zur Orientierung genügt eine Karte, man braucht keinen ganzen Atlas. Den richtigen Maßstab, Format und Gebiete wählen. Eventuell selber Karten zusammenkopieren und verkleinern.
Selbst GPS Geräte werden immer kleiner und leistungsfähiger.

Photoausrüstung
Leidenschaftliche Photographen werden auf ihre Ausrüstung wohl nicht verzichten, für alle anderen die nur mal eben knipsen wollen bietet der Markt unzählige kleine und leichte Digitalkameras verschiedener Qualitäts- und Preisklassen um die 150 Gramm.
Viele Mobiltelefone verfügen heute über schnappschusstaugliche Kameras.
Das Gorillapod von Joby ist ein universell einsetzbares mini Stativ, neben der einzigartigen Flexibilität auch richtig leicht (ab ca. 45gfür Kameras bis ca. 250g).
Eine kleine Stativübersicht findet ihr in diesem Artikel.

Kommunikation
Für den Notfall ist ein Mobilfunkgerät die schnellste Möglichkeit Hilfe zu verständigen, natürlich nur bei ausreichender Netzabdeckung. Oft erfüllen moderne Geräte zusätzlich Funktionen wie, Internet, Radio, Navigation, Kamera und eBook reader. Klein und leicht sind inzwischen fast alle Modelle, einige Hersteller bieten sogar spezielle Outdoorvarianten an.
Ein Bleistift und einige Zettel genügen für anfallende Notizen.
Die ACME Tornado Slimline Signalpfeife ist laut Hersteller eine der lautesten Pfeifen der Welt und wiegt unter 10 Gramm.

Messer und Werkzeug
Zumindest ein kleines Messer sollte auf jeder Tour dabei sein, große Kampfmesser, Beil oder Klappsäge können meist zu Hause bleiben, nur selten wird man den Rambo spielen müssen. Für die üblichen Arbeiten genügt ein Schweizer Messer, diese gibt es mit feststellbaren Klingen, funktionierender Säge und allerlei anderen Werkzeugen in schier unendlichen Varianten (Huntsman Plus oder Rucksack bzw Forester), aber bitte nicht mit der Werkzeugvielfalt übertreiben, das Messer sollte noch länger als breit sein.
Ultraleichte feststehende Titanmesser gibt es z.B. von Swiss Bianco, 26 Gramm inklusive Kydexscheide.
Ein kleiner Keramikstab reicht meist zur Erhaltung der Gebrauchsschärfe auf reisen.
Sehr leicht (>30 Gramm) und kompakt, dazu mit einer Vielzahl an Werkzeugen ausgestattet ist die Victorinox Swisscard. Die Swisscard Lite beinhaltet, Schere, Klinge, Kugelschreiber, Nadel, Pinzette, Lupe, Lineal, Schraubdreher und LED, damit ersetzt sie unter Umständen eine Vielzahl unterschiedlicher Ausrüstungsgegenstände.
Ein großes Multitool mit Zange und Bitset halte ich für zu schwer, Zange und Bits sollten auf klassischen Rucksacktouren auch nicht allzu häufig benötigt werden.

Sonstige Ausrüstung
Nicht zu viel Münzgeld mit sich herumtragen und eine kleine schlanke Geldbörse oder Dokumententasche wählen. In der Natur muss die Geldbörse nicht übermäßig praktisch sein und über eine Vielzahl an Fächern verfügen.

Als zuverlässiges kleines, kostengünstiges Feuerzeug hat sich das BIC mini (keine 10g) erwiesen. Im kleinen ZipLock Beutel ist es vor Feuchtigkeit geschützt. Trotzdem zur Sicherheit immer 2 mitnehmen. Auch mit leerem Tank, allein mit den Funken lassen sich noch die meisten Brenner entzünden

Lithium Batterien sind leichter und leistungsfähiger als Alkali Batterien gleicher Bauform. Sie sind außerdem unempfindlicher gegen Kälte. Dafür leider deutlich teuerer, können sich aber dennoch lohnen.

Als Taschenlampe kommen heutzutage fast nur noch LED Lampen in Frage (robust, ausdauernd und inzwischen auch wahnsinnig hell).
Fürs Campen braucht man normalerweise keine Flak Scheinwerfer, also ruhig ein paar Lumen weniger und dafür etwas mehr Laufzeit gewinnen.
Eine wirklich leichte Stirnlampe ist die Petzl e+lite.
Die Photon Micro Light Lampen sind klein leicht und zuverlässig. Wer mehr Licht braucht ist mit der Fenix L0D Q4 gut bedient, bis zu 80 Lumen bei gerade mal 30g inkl. Batterien.
Mit einem Stirnband lassen sich beide als Kopflampe verwenden.
Eine Laterne ist meines Erachtens Unnötig, meistens reicht auch die normale Taschenlampe, notfalls mit einem Diffusor. Vielleicht etwas makabere Laternenromantik bieten Grablichter, brennen aber viele Stunden.

Einige Meter Gaffertape/Duct Tape, aufgewickelt auf ein Stück Pappe oder um einen Ausrüstungsgegenstand gewickelt, eigenen sich für alle möglichen Reparaturarbeiten und vieles mehr.
Ein paar cm Draht (Blumendraht, Basteldraht) und etwas stabile Schnur (Reepschnur, Paracord) lassen sich ebenfalls vielfältig einsetzen.

Wenn eine Sonnenbrille mitgenommen werden soll, dann ein leichtes Modell aus Kunststoff oder für die Wohlhabenden: aus Titan.

Ein Schirm mag für manchen Outdoor Enthusiasten befremdlich wirken, ist aber ein ernst zu nehmender Ausrüstungsgegenstand. Bei Eberhard Göbel EuroSchirm finden sich spezielle Trekkingmodelle
Einen Test zum Modell Swing liteflex findet man auf Trekking Ulraleicht.

Trekkingstöcke erleichtern das Wandern und unterstützen die Gelenke bei großer Traglast.
Beim Ultraleicht Wandern sollten Trekkingstöcke, mangels großer Last, eigentlich überflüssig werden, doch lassen sie sich auch dort vielfältig einsetzen. Beispielsweise als Zeltstangen, Tarpstangen, Aufstellhilfen, Verteidigungswaffe, „Fühler“ bei unsicherem Boden (wasserdurchquerung) sowie als Schienmaterial und Krücke bei Verletzungen.

Nicht jeder gibt sich nur allein mit den Weiten und der Schönheit der Natur zufrieden, manchen Wanderer überkommt in der Einsamkeit schon einmal die Langeweile und verlangt es nach Zeitvertreib.
Bücher im Format „600 Seiten Roman“ sind denkbar ungeeignet, die kleinen gelben Reclam Hefte bieten die Möglichkeit sich mit Weltliteratur bekannt zu machen.
Wer über starke Akkus und regelmäßige Lademöglichkeiten verfügt, kann auch digital lesen, viele Mobiltelefone verfügen über solche Funktionen.
Kleiner kopieren und eigenes Zusammenstellen von Texten kann ebenfalls Gewicht sparen.
Musik hören ist ebenfalls mit vielen Mobiltelefonen möglich.
Leichte Spiele im Reiseformat lassen sich schnell im Handel finden.
Würfel- und Kartenspiele gibt es im federleichten Miniformat.
Eine Frisbee taugt nebenbei als, Teller, Topfdeckel und Behelfsschaufel.

Für längerfristigen Energienachschub sind hochwertige Solarlader eine Überlegung wert.
Kleine Lader zum Kurbeln sind meistens völlig unbrauchbar.

» Proviant

Wasser
Wasser sollte immer in ausreichender Menge mitgeführt werden, der Mensch braucht ca. 2 Liter täglich, bei körperlicher Anstrengung noch durchaus mehr. Leider wiegt 1 Liter schon ungefähr 1 Kilogramm. Um die Wasserversorgung zu sichern, sollte sparsam und umsichtig damit umgegangen werden, Trinkwasser sollte möglichst nicht für Spülen, Waschen und Duschen verschwendet werden.
Es ist wohl unmöglich zu Fuß einen Wasservorrat für mehrere Wochen mitzunehmen, Nachfüllen unterwegs ist deswegen wohl unumgänglich.
In manchen Gebieten ist das Angebot an Trinkwasser aus Seen und Bächen so groß, dass für eine einzelne Etappe die Mitnahme eines geringen Wasservorrats genügt.
Nicht immer aber kann Wasser aus der Natur bedenkenlos getrunken werden, Verunreinigungen des Wassers können schwere gesundheitliche folgen haben.
Mit wenigen Gramm verschiedener chemischer Mittel aus dem Fachhandel, lassen sich viele Liter Wasser wieder aufbereiten und trinkbar machen. Abkochen erfordert einen großen (=schwer) Vorrat an Brennstoff, Wasserfilter lohnen sich meist nur, wenn wirklich viel Wasser aufbereitet werden muss. Relativ neu sind Filter mit UV Licht. Man sollte jedoch beachten, dass die verschiedenen genannten Aufbereitungsmethoden jeweils unterschiedlich wirken (Wirkung gegen, Bakterien, Viren, Chemie oder nur Konservierung) und ggf. kombiniert werden müssen, hier sollte man sich ausführlich informieren.
Als leichte Transportgefäße eignen sich PET Flaschen oder Faltflaschen. PET Flaschen gibt es in vielen unterschiedlichen Größen im Supermarkt, sie kosten quasi nichts und lassen sich viele Male neu befüllen. Faltflaschen lassen sich leer sehr klein Verstauen.
Trinken wann immer es geht, die „Speicher“ sollten immer voll sein, außerdem trägt sich das Wasser leichter im Bauch, als auf dem Rücken.
Isolierung (Isomatte, Luftpolsterfolie…) um eine Flasche gewickelt hält Getränke länger warm oder kalt.
Eine Trinkflasche eignet sich auch als Wärmflasche im Schlafsack (Vorsicht bei heißen Flüssigkeiten und dünnen PET Flaschen).
Die meisten Rucksäcke sind inzwischen für Trinksysteme vorbereitet.

Essen
Nahrungsmittel sollten möglichst energiereich und wasserarm sein, wenig Nährstoffreiche Lebensmittel liefern dem Körper keinen großen Nutzen und vergrößern nur unnötig das Gewicht.
Eine leichte und schnelle Zubereitung spart Brennstoff und schont die Nerven.
Nahrungsmittel, sowie Gewürze, Öle etc sollten bei Bedarf in passende, stabile Tütchen und Döschen umgefüllt werden. So werden unnötige Umverpackungen vermieden und flüssige Lebensmittel vor dem Auslaufen geschützt.
Auf Glas sollte gänzlich verzichtet werden. ZipLock Beutel, Filmdosen, leere Cremedosen, Brausetablettenröhrchen, Überraschungseier… sind günstige Behältnisse. Im Fachhandel gibt es auch spezielle Dosen- und Fläschchensets.

» Weitere ultraleicht Tipps:

Selbstbau und Kreativität sparen oft Gewicht und Geld. (Tipp: MYOG Gear)

Schilder raus, Taschen ab, etwas Feilen hier, ein bisschen Schneiden dort…Modifikationen an kommerzieller Ausrüstung scheinen manchmal übertrieben, kitzeln aber immer noch ein paar Gramm heraus.

Umso mehr Anwendungen mit einem einzigen Ausrüstungsgegenstand abgedeckt werden können, umso besser die Gewichtsbilanz.

Mindestens dreimal überdenken ob man den Ausrüstungsgegenstand wirklich in der anberaumten Zeit benötigt!

Schweres immer zuerst verbrauchen (z.B. beim Essen).

Bei Mehrpersonenwanderungen lassen sich viele Ausrüstungsgegenstände teilen und müssen nur einmal mitgenommen werden.

Lasttiere oder eine Sulky bringen das Gewicht weg vom eigenen Rücken.

Wer aufs Rauchen verzichten kann, spart sich das Gewicht von Tabak, Pfeife und Co.
Eine gemütliche Pfeife am Lagerfeuer ist aber trotzdem was Feines…

Wenn nichts mehr bei der Ausrüstung zu sparen ist, dann evtl. noch etwas am Körpergewicht. Mit weniger Pfunden auf der Hüfte läuft es sich ebenso besser, wie mit weniger Pfunden auf dem Rücken.

Gerade Frauen sollten sich überlegen, ob man beim Wandern wirklich über ein ausgeprägtes Beautycase und 5 Sätze Wechselwäsche verfügen muss. Männer sollten dagegen darüber nachdenken ob Machete, XXL Rambomesser und Navigationscomputerhitecequipment den Reisekomfort wirklich verbessern.

Bei aller Freude am Ultraleicht Wandern sollte dennoch kein unnötiges Risiko eingegangen werden, jede Ausrüstungsvariante sollte zuvor ausgiebig auf ihre Praxistauglichkeit getestet werden. Eine kalte Suppe ist zwar nicht lecker, aber auch nicht lebensgefährlich. Eine Erfrierungen mangels ausreichender Kleidung oder Schlafsack aber schon!


14 Kommentare:

  1. super Sache, vielen Dank für diesen Beitrag!
    morgen gehts los, leider nicht wirklich Ultraleicht, aber fürn Flieger müssens auch 20kg sein.. für 3 Wochen Sibirien ;-)

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  2. Tyvek ist NICHT wasserdicht!!!! ;-)

    Als Unterlege fürs Tarp demnach nicht wirklich zu gebrauchen (es sei denn, man übernachtet stets auf trockenem Boden)

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  3. Marcel | ausgeruestet.com hat gesagt...

    Tyvek gibt es in verschiedenen Typen, unter anderem auch als recht wasserdichte Variante, die z.B. beim Dachausbau verwendet wird. Siehe auch hier

    Keine Ahnung wie hoch die Wassersäule ist, aber man liegt ja normalerweise auch nicht in ner Pfütze, bisher keine Probleme mit Tyvek.

    Wer dennoch Bedenken hat und Alternativen sucht: reißfeste Malerplane, billig und gut :-)

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  4. super beitrag! genau die infos, die ich gesucht habe. bin gerade dabei mir eine ausrüstung zusammen zu suchen. bei all den angeboten dei man so hat: reduktion auf das wesentliche, weg mit allem überlüssigem! meine zahnbürste schneie ich aber erst mal trotzdem nicht ab! vielen dank!

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  5. Dem muss ich zustimmen, denn gerade Neueinsteiger bekommen hier die wichtigsten Hinweise zum Thema Ultraleicht. Weniger ist halt oftmals mehr ;-)

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  6. sehr guter artikel. bei mir ist es so, dass ich immer zu viel zeugs mit mir rumschleppe. man könnte ja noch das ein oder andere gebrauchen. echt schlimm.

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  7. Leicht finde ich ich auch sehr gut. Es ist eine sehr gute Zusammenstellung mit Tipps. Ich wandere sehr gerne in den Alpen, wo man besonders auf das Gewicht achtet, aber dort gilt es, wie auch in anderen Regionen mit umter Umständen extremen Bedingungen, dass das Gewicht schnell aus Sicherheitsgründen nach oben geht und man nicht die Ausrüstung, wie zB. Kleidung, vom Gewicht nicht ohne weiteres mit einer Flachlandwanderung vergleichen kann.

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  8. Hier noch ein Tip für die Frauenwelt:) Habe den "Diva Cup" entdeckt- echt super!! Sparrt das auszählen der Tampons und ist einfach leichter....

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    1. Schon sind sie weg die schönen Feuerstarter;)

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  9. Ich habe ja in letzter Zeit auch mein Gepäck mit jeder Tour auf weniger reduziert. Weniger ist mehr! Dann war ich vor einer Weile mit meiner Mutter unterwegs. Als studierte Hydrologin war sie von einer Vielzahl von Steinen äußerst angetan und sie hat sie anschließend mitgeschleppt... Mitleid ob des schweren Rucksacks hab ich mir dann aber erspart!

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    1. Und ich dachte immer Hydrologen sammeln Wasser ;-)

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  10. Freigeistige
    Erstmal was Wichtiges: Bitte keine Brüche provisorisch schienen, sondern lieber aktuell ruhig stellen und Hilfe holen, sofern es geht! Im äußersten Notfall nicht belastete Extremitäten ruhiggestellt zur nächstbesten Hilfestation bringen. (Handy: ca. 150 g)

    Erste Hilfe-Box: Bei mir ist es 2x Novalgin 500er, Buscopan Plus sollte für Paracetamol-Vertragende die beste Wahl gegen Fieber +Schmerzen sein, 1x Klettverband (50 cm) um einen normalen Verband gewickelt, Fixomull Tape (2 m, auch Ducktape oder Isoband tut seinen Zweck - alle Drei zur Reperatur verwendbar), 1 Sicherheitsnadel, 5 m Faden + Nadel, (alles aus einem Mini-Nähset) und 2 Tempos, 1 Kompresse (sterile Einmalkompresse 5x5) zum Pflasterbau. Alles andere ist überflüssiger Nonsens. Möglichst wasserdicht verpackt, extra genutzt.

    Frauen on Tour: Lange Haare: Faltbürste (in leicht aus der Drogerie), Trockenshampoo gegen schnellfettende Haare, Deo in Mini-Tüchern oder besser 10 x Feuchttücher aus einem Probepack in der Babyabteilung, Shampooduschgel (2 in eins) aus der Babyabteilung in Mini umfüllen und gleich noch zum Abspülen nutzen, und als Wechselkleidung ein Unterhemd (als Notfallshirt) und Baumwollslips (riechen nicht, auch wenn sie scheiße aussehen), zum Wechseln einen dehnbaren LeichtBH (one size) aus der Sportabteilung und natürlich mehr Socken als Männer mit (wir frieren leichter, also 2x Wollsocken für Tags und Nachts). Als Schuhe eignen sich die schicken Tennisschuhe für Draussen, die Männer aus Imagegründen meiden müssen (anderes Ufer...), die aber sehr leicht und mit oft sehr gutem Profil versehen sind. Rucksack in sehr leicht bekommen wir, kurzer Rücken vorrausgesetzt, in der Kinderabteilung (auch große Frauen, bin 1,73 cm groß). Oft bekommt man da (wenn man kleiner ist) auch einen sehr günstigen Daunenschlafsack, den man auch in größer als Quilt nutzen kann. Gemütlich wird das Leben natürlich erst, wenn der feine Herr das Zelt und das Kochsystem schleppt. Gentleman-like, natürlich. Dann reicht auch wieder ein Daypack mit 35 l, dass ohne Rückenplatte auch wieder Ultraleicht wird. Und für die Tage sind OBs die bessere Wahl (rein Gewichtsmässig, aber auch zum Entsorgen mit kleinen Kosmetikmüllbeuteln).

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  11. Freigeistige 2
    Die Liste liesse sich unendlich erweitern. Jedenfalls sind die Tipps oben gut, jedoch teils zu unkonkret ("Daunendecken + dicke Daunenjacke"), keine Cuin-Angabe oder Tipps zum Schlafsackkauf (Stichwort Wärmekragen, was ist überhaupt Ultraleicht, an welchen Werten soll ich mich orientieren, etc.).
    Ein guter Einstieg in das Thema, jedoch an vielen Stellen zu unspezifisch, und teils auch sehr gefährlich (nicht nur Sporks bieten ein Verletzungsrisiko, auch der Tip, möglichst viel an einer Quelle zu trinken (max. 400 ml kann die Niere pro Stunde verwerten, mehr wird vom Körper gar nicht aufgenommen und sorgt bei Extremtouren schlimmstenfalls trotz Trinken fürs Verdursten!!!) oder Dinge wie mit einer Socke Wasser zu filtern (wen es interessiert, was da so alles in welcher Größe herumschwimmt, die örtlichen Wasserwerke bieten genaueste Auskunft), die dann wieder die Grundlage für lebensgefährliche Erkankungen bieten. Auf Micropur alleine würde ich mich nicht verlassen. Wer weiß schon, ob oberhalb an dem Ursprung der Quelle, aus der ich trinke ein totes Tier liegt? Ich jedenfalls gehe sie nicht alle stromaufwärts ab, nur um dass zu erfahren, also sind mir auch 150 g für einen vernünftigen Wasserfilter nicht zu viel, damit ich meine Mindestmenge von 2, besser 3 l Wasser mit mir führen kann.
    Und sicher riecht ein großes Messer nach Abenteuer, und man brauch es vielleicht nicht. Aber ich als Frau finde eins mittlerer Größe imposant genug, um meine innere Sicherheit gegenüber Bären in Ostblockstaaten zu finden, Äste kleinzuhacken um Feuer zu machen, größere Äste zu spalten um mein Tarp aufzustellen oder Feuer ohne Feuerzeug zu machen, oder auch um Männern in fremdsprachigen Gefilden zu zeigen: Bis hierhin und nicht weiter!

    Statt eines Zeltbodens bevorzuge ich eine Evazote Matte unter der Isomatte und eine beschichtete, dicke Rettungsdecke, die kaum mehr wiegt als Tyvek, dafür schon seit Ewigkeiten hält, und Bodenfrost zuverlässig wegzaubert.

    Kleidung im Schlafsack zwischen dem Inlett erhöht die Temperatur nochmal um geschätzte 8-10 Grad, zumindest im Komfortbereich. Und darüber die ultraleichtee (und deswegen sehr dünne!, mit möglichst 800 cuin befüllte) Daunenjacke tut ihr übriges. Und schon werden aus Komforttemperatur 15 Grad knapp über 0 Grad, wodurch ich auch wieder zum leichten Schlafsack greifen darf...

    Ja, und der Rest? Erfahrung, alles kommt mit der Zeit. Soviel nur: Ich besitze inzwischen jeden Ausrüstungsgegenstand, zumindest von den Großen, 3x. Meine Tochter freut sich, und der Winter kann kommen... Also besser vorher gut erkundigen, als nacher doppelt kaufen.

    Viel Freude beim Umstieg, und natürlich beim Urlauben!

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  12. Tipp zu Büchern: eReader wiegen ca. 160g und halten mit einer Akkuladung (ohne Hintergrundbeleuchtung) ein bis zwei Monate durch. Zusätzlich kann man damit E-Mails verfassen oder internetsurfen, das aber nur ziemlich eingeschränkt.

    Handys gibt es schon ab ~60g; beispielsweise das Samsung Keystone 2 E1200 oder das Nokia 105. Preiswert, zuverlässig und mindestens zwei Wochen Akkulaufzeit bei gelegentlicher Verwendung.

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