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kurze Matten, auch für lange Leute

Wer es noch nicht ausprobiert hat, sollte einmal eine kurze Isomatte in Oberkörperlänge (bis 120 cm) versuchen.
Schließlich genügt es vielen, wenn der Oberkörper weich gebettet ist, für die Beine braucht man ja meist gar keine Polsterung. Für etwas Isolation kommt dann der geleerte Rucksack unter die Beine. Gerade bei Leichtrucksäcken ist das kein Problem, da meist kein sperriges Außengestell vorhanden ist und man den Rucksack entleert einfach flach ausbreiten kann. Für den Kopf tut es ein improvisiertes Kissen aus Ersatzkleidung.

Wer eine kurze aufblasbare Isomatte (z.B. Therm-a-Rest ProLite) in Verbindung mit einer längeren dünnen EVA(zote) Matte benutzt, erhält so fast schon eine wintertaugliche Kombination, die die Vorteile von beiden Mattenarten kombiniert:
Die unempfindliche EVA Matte schützt bei risikoreichem Untergrund vor Beschädigungen der kurzen Luftmatratze, diese wiederum bietet recht bequemes Liegen und Polsterung an den wesentlichen Stellen.

ProLite mit Eva MatteProLite XS mit 5mm EVAzote Matte und Pullover als Kissen

Mit einer dünnen EVA Matte kann man sich zudem überall sorglos in die Wildnis legen, ob bei kurzer Rast oder ausgedehnten Nickerchen im Camp, um Löcher und Flicken muss man sich da keine Gedanken machen und sofort Einsatzbereit ist sie auch. Falls die Luftmatratze einmal aufgibt und kein Flicken mehr möglich ist, hat man so außerdem immer noch ein wenig Restisolation unter sich.

Nachteilig ist natürlich das sperrige Packmaß der EVA Matten. Je nach Rucksack kann das aber durch die Verwendung als Stabilisierungsröhre auch zum Vorteil ausgenutzt werden. Dazu die lose eingerollte Matte aufrecht in den Rucksack stellen und die restliche Ausrüstung in die so entstandene Röhre packen.

Wer das letzte an Gewicht herausholen möchte schneidet natürlich auch die EVA Matten auf Körperkontur und kürzt auf die passende Länge.

Wahre Puristen haben auch gar keine Luftmatratze nötig und begnügen sich nur mit einer EVA Matte ;-)

Meine Kombination aus Therm-a-Rest ProLite FL XS und gekürzter EVAzote Matte (Edit: 5mm) wiegt etwa 400g und ermöglicht bequemes und warmes Schlafen.

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4 Kommentare:

  1. Hi,
    was nutzt Du für eine EVA? 5 mm? 9 mm?

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  2. 5 mm; fand ich bisher immer ausreichend. Bin allerdings auch kein Winterwanderer.

    Die 5mm Matten lassen sich wirklich noch gut zusammenrollen oder sogar falten, bei 9mm wirds etwas sperriger.

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  3. Hey!
    Muss dir zu deiner seite gratulieren ist echt informativ.
    wegen der 0,5 mm Eva wollte ich noch wissen wie es d mit dem komfort aussieht, ist da bei den beien ein großer unterschied zu den 1cm dicken. und wie sieht deine kombi temperatur mäßig aus, ab wann wirds frisch an den beinen

    dank toni

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  4. In Sachen Komfort finde ich eine EVA Matte im Vergleich immer recht unbequem, da kommt es auch nicht auf 0,5 oder 1cm an...für die Beine ist das aber egal. Rücken liegt auf bequemer Luftmatte und die Beine liegen auf 0,5cm meine Erachtens nicht unbequem.

    Da ich kein Wintercamper bin, kann ich keine Extreme beurteilen, bis etwa null Grad macht die Kombi aber keine Probleme.
    Die Beine sind eh nicht so empfindlich und unter dem Rücken ist ja mit der Kombination ne ordentliche Isolationsschicht.
    Bei Bedarf kann man den Rucksack unter die Beine legen.

    Je nachdem gibt es ja auch noch andere Isomattenkombinationen mit etwas höherem R Wert. Zum Bsp. Artiach Light Plus als feste Eva Matte oder NeoAir, TorsoLite oder Artiach Skni Micro Lite als Luftmatte.

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