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100 und mehr Messermacher im Klingenmuseum
Messermacher Messe 2009 - KlingenmuseumBei fast schon traditionell schönem Wetter tummelten sich am vergangenen Wochenende hunderte Messermacher -sammler und -interessierte in den Räumen und Außenanlagen des deutschen Klingenmuseums. Dabei gab jede Menge Messerkreationen zu bewundern; von einfach praktischen und funktionalen Werkzeugen bis hin zu richtigen Kunstwerken, die man deshalb eigentlich gar nicht für ihre wahre Zweckbestimmung benutzen möchte.
Natürlich, für eine Messe üblich, war auch Fachsimpeln mit den Machern sowie der Erwerb des ein oder anderen Messers möglich.
Zeitweise war es richtig eng auf der in diesem Jahr zum 10. Mal stattfindenden Messe. Nicht nur an den Tischen der Messermacher herrschte großes Gedränge, sondern vor allem auch im Museumsgarten, wo die meisten Veranstaltungen und Programmpunkte statt fanden.

Programm

Fred Schmalz DamastschmiedSo konnte man beispielsweise Damastschmied Fred Schmalz beim Schmieden an der Feldesse zuschauen und einen Eindruck gewinnen wie aufwendig und anstrengend, aber gleichzeitig auch faszinierend, der Bearbeitungsprozess einen Stahlpaketes sein kann. Dabei waren die regelmäßigen Hammerklänge schon weit vor den Toren des Klingenmuseums zu vernehmen und mögen auf den ein oder anderen gar eine anziehende Wirkung gehabt haben.

Auch Fans "großer Messer" kamen auf ihre Kosten wenn die Mitglieder der Mittelalter Kampfkunst Gruppe Ars Gladii aus Bregenz über Mythen und Legenden mittelalterlichen Schwertkampfes aufklärten. Dabei gab es nicht nur statischen Vortrag, sondern auch Vorführung verschiedener Kampftechniken mit (nachgebildeten) historischen Schwertern und Ausrüstung.

Außerdem wurde anhand von Schnitttests an gerollten Reisstrohmatten demonstriert, dass Europäische Schwerter den Japanischen in Sachen Schärfe an nichts nachstehen. Eine solche Matte entspricht dabei in etwa menschlichen Gliedmaßen und macht deutlich welchen Schaden eine hochwertige Waffe anrichten kann.

Tameshigiri - Schnitttest mit europäischen SchwerternTameshigiri mit europäischen Schwertern im Innenhof

Dabei ist der richtige Schnitt durch eine Matte gar nicht so einfach wie man vermuten möchte. Neben einem - selbstverständlich - gut geschärften Schwert kommt es vor allem auch auf die richtige Technik an, um die Matte komplett zu durchtrennen und nicht in der Mitte stecken zu bleiben. Demnach muss sauber gezielt und die komplette Schneide des Schwertes ausgenutzt werden, stumpfes Eindreschen wird in der Regel keinen Erfolg bringen. Zumindest auf den Schnitttest bezogen, in der Realität gäbe das natürlich auch böse Verletzungen.



persönliche Messer Favoriten

Messersyndikat Steffen BenderBesonders gut gefallen haben mir die kleinen schlichten Neck Knifes von Steffen Bender (Messersyndikat). Materialauswahl und Design wirkt technisch-funktional, ohne Schnörkel. Dazu scheinen mir die Messer einfach praktisch für den EDC Einsatz. Vor allem die Kydexscheiden sehen mit dem farbigem Inlay nicht nur hübsch aus, sondern sind auch noch praktisch.

Nicht erst seit diesem Jahr begeistert Shapshifter Scorpio Designmich zudem das "Shapeshifter" von Gunther Löbach immer wieder neu. Im Jahre 2007 wurde es auf der Messermacher-Messe als Klappmesser des Jahres ausgezeichnet. Der Mechanismus ist einfach genial und selten hat auf- und zuklappen eines Messers so viel Spaß gemacht. Einfach so gut, dass man es auch 2009 wieder erwähnen kann.

Links
Auf Odoo.tv gibt es ein Messevideo in dem viele Messer zumindestens kurz zu bewundern sind.

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