Hamburger aus der Dose
Was erwartet man wohl von einem Burger aus der Konserve? Braucht man so etwas? Wer braucht so etwas? Das Ende aller Fast Food Ketten? Hat die Outdoorwelt darauf gewartet?Beschrieben war es zumindest als
Trekkingmahlzeit; egal, trotzdem mal lieber im trauten Heim und nicht Outdoor testen, da wartet im schlimmsten Falle noch ein gut gefüllter Kühlschrank oder auch der nächstbeste Fastfood Tempel mit "bewährter" Qualität.
» Eckdaten- Hersteller: Trekking Mahlzeiten
- Gericht: Outdoor-Cheeseburger
- Zutaten: Jungrindfleisch, Käse, Röstzwiebeln, Gurke, Senf und Ketchup
- Gewicht: ca. 170g (inkl. Dose)
- Kcal: 267 kcal / 100g
- Haltbarkeit: 12 Monate
- Preis: ca. 4 € >> kaufen <<
» Erste Eindrücke- für knapp 4 € gibts auch schon nen soliden Whopper, da muss das Ding erstmal mithalten...
- ganz schön flach die Dose, das wird wohl kein Whopper...
- zisch und offen...oha...das sah auf den Bildern aber anders aus...
» Zubereitung
Wir haben uns für die empfohlene Wasserbadmethode entschieden, 10 Minuten also in den mit Wasser gefüllten Topf auf den Kocher. Kalt genießen wäre nach Verpackungshinweis auch möglich, aber wir wollten ja das beste Geschmackserlebnis...
Es kommen die ersten Zweifel -Wasserbad - bei Burger denke ich eigentlich eher an Grill. Wie angle ich den die Burger Dose überhaupt wieder aus dem Topf heraus und dann ist das Teil ja auch noch heiß...Blöd, dass man überhaupt extra Wasser braucht, nach dem Burgerdosenbad, will ich mir vom Restwasser eigentlich auch keinen Tee mehr kochen...10 Minuten Kochzeit, sind auch nicht gerade kurz (Fast Food??) und Brennstoffschonend. Hungrige Wanderer müssen also warten oder kalt genießen. Mehrere Dosen auf einmal zubereiten wird je nach Topfgröße auch schwierig, da die Burgerdosen ja immer an die Wasseroberfläche schwimmen wollen...Für den schnellen Hunger ist das also auch nichts.
Letztlich wird wird das feine Teil irgendwie aus dem Wasserbad gefischt. Beim öffnen erweist sich nicht die Hitze als Problem, sondern ein klemmender Verschluss. Immerhin braucht man theoretisch keinen Dosenöffner, eine Seite ging auch problemlos auf. Nach kurzem "Zisch" und jede Menge "Ratsch" liegt der Cheeseburger dann endlich vor uns.
auf dem Photo sah der doch irgendwie anders aus oder ?!
» AnalyseDas
Produktfoto ist jedenfalls - nennen wir es mal - stark
geschönt.
Der Burger ist doch eher
flach, aber immerhin als Buger erkennbar, sogar mit
obligatorischen Sesamkörnern. Wir tasten uns ran, Brötchen fühlt sich
weich und feucht an, das
Fleisch ist hart. Erinnert an
Dosenfleisch, aber das ist es ja irgendwie auch...
Aufklappen, Belagkontrolle, wir
suchen Röstzwiebeln und
Käse - auf nen Cheeseburger gehört Käse! - das
Gelbe am Rand könnte es sein. Erste Panik, da ist was
Grünes in dem Klecks
Rotem...Ok
Gurke in Ketchup, es hätte noch schlimmer kommen können...Augenschmaus ist dennoch was anderes.
Aufgeben und
Flucht in die Burgerbude? wir wagen noch den
Geschmackstest...
Lecker? Wo sind die Röstzwiebeln? » Geschmack
Geschmack ist subjektiv, also 3 + 1 mehr oder weniger hungrige Tester organisiert und los gehts:
- Tester 1 nimmt einen kleinen Bissen...Würgereiz...er gibt auf, kann nicht weiter essen...
- Tester 2 ist nicht begeistert, pikant, aber das wars...der Gesichtsausdruck muss jedoch unveröffentlicht bleiben...
- Tester 3 findet den Burger ganz in Ordnung - war aber zum Testzeitpunkt auch schwer ausgehungert...
- Tester 4 springt für den ausgefallenen Tester 1 ein - fordert hechelnd Nachschlag ... ist allerdings auch stark behaart und frisst fast alles ;-)
» FazitDie
Erwartungen an den
Dosenburger waren
gering (auch wenn das Bild eigentlich mehr versprochen hat...) und dabei ist es auch geblieben, ein kleiner
Spaß mehr nicht. Vor allem geschmacklich kann der Cheeseburger aus der Dose einfach
nicht überzeugen, jeder 99er hat mehr drauf und kostet gerade mal 1/4 des Preises.
Auch auf Tour ist die
Zubereitung einfach zu
umständlich, andere Outdoor Gerichte lassen sich wesentlich
schneller und Resourcen sparender zubereiten.
Sättigend ist ein einzelner Cheeseburger für ausgehungerte Wanderer sicher auch
nicht. Das
Gewicht ist verhältnismäßig hoch, zusätzliches Wasser braucht man auch noch, außer man entscheidet sich für einen kalten Burger. Die
Haltbarkeit von
12 Monaten ist auch nicht lang genug um ein paar Dosen für den Krisenfall einzulagern, will man auch nicht, dann lieber ein Überfall auf das nächste FastFood Restaurant.
Falls man doch mal auf schwere Dosengerichte zurückgreifen muss dann doch lieber den
bewährten Nudeltopf "Spirli", die Zeit des Dosenburgers ist einfach noch nicht gekommen.
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