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Das neue Mora 2010MGMora 2010 Messer

Seit einigen Tagen besitze ich nun das neue Mora 2010 Outdoor Messer in Military Green und gleich vorweg: das nicht unumstrittene, aber vergleichsweise günstige Mora Bushcraft Messer gefällt!

Mora macht seinem Ruf mit dem Mora 2010 wieder alle Ehre und verbaut auch am neuen Messer Modell "Mora Bushcraft Forest" vor allem wieder eines: jede Menge Plastik.
Dennoch schafft es Mora aber auch mit dem Mora 2010 ein ziemlich funktionelles Outdoor / Bushcraft Messer auf den Markt zu bringen, welches wie sein Vorgänger - Mora 2000 - trotz extravaganter Optik sicherlich eine Menge Anhänger finden wird.
Das wird einerseits begünstigt durch den bewährten, rostträgen Sandvik Stahl und den tauglichen Anschliff der Messer Klinge, aber vor allem auch durch einen für ein Outdoor Messer ziemlich günstigen Preis des Mora 2010. Denn im Gegensatz zu vielen anderen High-Tech Outdoor Messer kostet das Mora 2010 gerade einmal etwa 30€.

» Eckdaten Mora 2010

Mora 2010
  • Hersteller: Mora of Sweden
  • Modell: 2010MG
  • Farben: oliv (military green) oder schwarz/gelb
  • Stahl: Sandvik 12C27(M) bei etwa 58 HRC
  • Griffmaterial: rutschfester, aufgespritzter "soft grip" Kunststoff
  • Scheide: Kunststoff Steckscheide mit drehbarem Gürtelclip
  • Klingenlänge: ca. 109 mm
  • Grifflänge: ca. 125 mm
  • Klingenstärke: max. ca. 2,5 mm
  • Gewicht: ca. 100g + 40g Scheide
  • Preis: ca. 30 - Mora Bushcraft Forest kaufen

Mora 2010 Vergleich 2000Das neue Mora 2010 im Vergleich mit dem Mora 2000

» Klinge und Stahl

Da die Klinge des Mora 2010 die selbe geblieben ist wie beim Vorgänger - dem Mora 2000 - spare ich mir hierzu lange Ausführungen, da es zum Mora 2000 doch schon mehr als genug Erfahrungsberichte gibt. Insgesamt lässt sich jedoch sagen, dass der rostfreie Sandvik Stahl, gepaart mit dem - etwas ungewöhnlichen - zwei-winkligem Anschliff das Mora 2010 Messer jedenfalls zu einem universalen Schneidwerkzeug für Arbeit, Alltag und Outdoor Einsatz macht.

Die Klingenlänge des Mora 2010 hat sich trotz zum Mora 2000 identischer Klinge, durch den etwas voluminöser aufgespritzten Griff, um etwas weniger als 1 cm auf knapp 11 cm verkürzt. Damit ist das Mora 2010 aber immer noch allen erdenklichen Outdoor Schneidaufgaben gewachsenen und bleibt natürlich damit ebenfalls ohne irgendwelche Rechtfertigungsgründe in Deutschland führbar.

Metier des Mora 2010, wie auch des 2000, bleibt durch die begrenzte Klingenlänge, das geringe Gewicht (ca. 100g) und die Klingenstärke (max. 2,5mm) wie bisher eher der kontrollierte Schnitt bei feinen bis mittleren Schneidaufgaben. Für grobe outdoor Arbeiten a la Hacken und Spalten emfpfiehlt sich dann doch ein anderes Messer auch wenn das verhälnismäßig kleine, aber wirklich robuste Mora 2010 diesen Belastungen nach eigener Erfahrung durchaus gewachsen ist.

» Griff

Die größte Veränderung hat das Mora 2010 bei der Griffgestaltung erfahren. So ist der Griff nun wesentlich konturierter geformt und mit einer Fingermulde bzw. Klingenschutz versehen worden, dessen Fehlen für mich bisher einer der Hauptkritikpunkte am alten Mora 2000 war.

Zudem wurde die Griffigkeit des Mora 2010 noch einmal deutlich erhöht, einerseits durch die konturierte Grifform, durch die punktuellen Strukturierungen an verschiedenen Hand- bzw. Daumenauflagepunkten, aber vor allem durch das neu verwendete "Soft Grip" Griffmaterial; ähnlich wie es auch beim Mora 711 verwendet wird.

Die gute Rutschfestigkeit, aber auch die Unempfindlichkeit des verwendeten Materials (Gummi/Kunststoff + rostreier Stahl + Kunststoff Scheide) macht das Mora 2010 auch für Arbeiten in feuchter Umgebung interessant.
Als Teil der Angelausrüstung oder im Survival Kit macht das Mora 2010 also ebenfalls eine gute Figur.

» Scheide

Eine Überarbeitung hat auch bei der Scheide des Mora 2010 stattgefunden. Die labbrige Leder Gürtelschlaufe des Mora 2000 wurde beim 2010er Messer durch einen um 360° drehbaren Gürtelclip ersetzt, der die Scheide ausreichend stramm an bis zu etwa 4 cm breiten Gürteln hält und viele verschiedene Tragevarianten zulässt. Beim Hocken, sitzen etc. lässt sich das Messer am Gürtel außerdem prima zur Seite klappen.

Das neue Design der Scheide ist jedoch nicht mehr symetrisch und lässt das Einstecken des Messers nur noch in einer Richtung zu, so dass Linkshänder nun das Nachsehen haben. Das Messer selbst kann aber natürlich problemlos von Rechts- und Linkshändern genutzt werden-

Der feste Sitz des Mora 2010 in der Scheide, bei gleichzeitig komfortablen Zugwiderstand, hat sich meines Erachtens sogar noch ein wenig verbessert. Allerdings wird der weiche, gummierte Griff durch den fixierenden Kunststoffnoppen in der Scheide ein wenig in Mitleidenschaft gezogen.
Bei einem Gebrauchsmesser wie dem Mora 2010 nicht weiter schlimm, aber dennoch natürlich nicht optimal.

Mora 2010 VergleichEinige Mora Messer im Vergleich

» Fazit

Bei der Optik wird das Mora 2010 Messer auch weiterhin die Geschmäcker spalten, auch wenn die beiden neuen Farbvarianten schon für ein breiteres Publikum interessant sein dürften. Plastik bleibt nunmal Plastik.

Schicker ist in jedem Fall aber der überarbeitete Griff sowie die neue Scheide des Mora 2010. Die Formen wurden etwas moderner, auf die optisch doch etwas gewöhnungsbedürftige Oberflächenstruktur, gepaart mit der dominanten schleimgrünen Farbgebung beim Mora 2000 wurde verzichtet, stattdessen jedoch gleichzeitig die Funktionalität des Griffes sowie der Scheide des Mora 2010 deutlich erhöht.

Das Gewicht des Mora 2010 bleibt niedrig bei etwa 100 Gramm. Damit ist es für ein festehendes Messer auch bei längeren Rucksackreisen noch bequem tragbar.

Die grüne Variante des Mora 2010 (2010MG) wird auch weiterhin die Wahl von Outdoor und Bushcraft Messernutzern sein. Die schwarze Variante mit den gelben Applikation wahrscheinlich eher den urbanen Nutzer ansprechen.
Wünschenswert wäre für das Mora 2010 aber zusätzlich noch eine knallige Never-Lost-Edition, wie man sie vom Mora 2000 und einigen anderen Mora Messern kennt.

Für mich persönlich bleiben Mora Messer auch weiterhin der Low-Budget Tipp in Sachen Outdoor Messer bzw. funktionale Schneidwerkzeuge, wenn man über die Optik hinweg kommt.

Das neue Mora 2010 verbessert das schon immer als günstigen Outdoor Messer Geheimtipp empfohlene Mora 2000 noch einmal deutlich in vielen verschiedenen Punkten und meiner Meinung nach diesmal sogar auch hinsichtlich des Designs, welches ich gar nicht mal mehr sooo übel finde.

Eine passende Kydex Scheide und eine Fangriemenöse wären noch etwas Feines und würden das Mora 2010 fast perfekt machen.

 » Bezugsquellen
» Mora 2010 - pro und contra

+ günstiger Preis
+ neuer konturierter, rutschfester Griff mit Klingenschutz
+ Gewicht
+ drehbarer Gürtelclip
+ praxistaugliche Klinge und Stahl

mid Scheide nicht mehr Symetrisch
mid keine Fangriemenöse

- Optik

2 Kommentare:

  1. Optik = "minus" - Ich liebe die Optik von meinem Mora 2010 und der Griff ist selbst mit nassen Händen, sehr rutschfest. Die Preis / Leistung bei dem schönen Messer ist unschlagbar.

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  2. Hab selber das Mora Bushcraft Black und bin mehr als zufrieden mit diesem Messer - es macht alles mit lässt sich durch den Skandi-Schliff leicht selbst nachschärfen. Vom Preis/Leistungsvergleich lässt sich ein Mora nur schwer schlagen.

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