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Programmierbare 220 Lumen LED Taschenlampe mit optionaler Regelung

[Trigami-Review]

LED LENSER M7 Taschenlampe
LED LENSER erweitert seine Mikrocontroller gesteuerte Lampen Serie mit der neuen M7 Taschenlampe um ein weiteres Modell. Mit der M7 sind einige neue und z.T. lang ersehnten Funktionen, wie z.B. Akkubetrieb und (optionale) Regelung verwirklicht worden, aber auch der neuerdings arretierbare Speed-Fokus und eine individuelle Modus Programmierung machen die LED LENSER M7 zu einer  interessanten Taschenlampe.


Im vergangenen Jahr präsentierte LED LENSER eine neue Serie Microcontroller gesteuerter LED Taschenlampen und bot im Zuge der Markteinführung vielen Bloggern die Möglichkeit die neuen Lampen der M-Serie auf den Prüfstand zu schicken und teilweise auch mit Lampen Modellen von bekannten Konkurrenz Anbietern zu vergleichen. Auch auf ausgeruestet.com gab es ein Video Review zur LED LENSER M1 in dem sich trotz positivem Grundfazit dennoch auch einige negative Kritikpunkte an der getesteten Taschenlampe auftaten.

LED LENSER Logo
Bei der neuen LED LENSER Taschenlampe M7 scheint es so, als hätten sich die Solinger Taschenlampen Konstrukteure von Zweibrüder mit einigen häufiger genannten Kritikpunkten aus den vielen damaligen Testberichten zur M1 und M5 auseinandergesetzt und in die Entwicklung der neuen M7 Taschenlampe miteinfließen lassen. Und so freue ich mich ein Testmuster der neuen M7 von Zweibrüder / LED LENSER noch vor Markteinführung im August 2010 zur Verfügung gestellt bekommen zu haben, um darüber wieder hier im Blog berichten zu können.

» LED LENSER M7 - Eckdaten

Zweibrüder Led Lenser M7
  • Hersteller: Zweibrüder
  • Varianten: LED LENSER MT7 (Tactical) und M7R (Akku Version)
  • Leistung: max. ~ 220 Lumen
  • Energieversorgung: 4 x AAA (Batterie oder Akku) in Batteriehalterung
  • Material: Aluminium mit matt schwarzer Anodisierung
  • Betriebsarten: "Constant Current" (elektronische Regelung auf konstante Helligkeit) oder "Energy Saving" (linear abnehmende Helligkeit)
  • Leuchtdauer: bis zu 10 Stunden bzw. ~1h im Constant Current Modus bei geregelter Leistung von ca. 60% 
  • Leuchtstufen: Smart Light Technology
    • Easy: low & high Power bzw. stufenlose Dimmung 15-100%
    • Tactical/Defence: high Power & Strobe
    • Professional: low; high; Blinken; SOS; Strobe bzw. stufenlose Dimmung 15-100% (innerhalb 2 Sek.)
    • außerdem Turbo Modus (130%) und Momentlicht (Morse-/Blink Signal) in allen Leuchtstufen
  • Größe: Ø 37 mm (Kopf) / 29 mm (Body); Länge 135-45 mm
  • Gewicht: 193g (inkl. Batterien / Akkus)
  • Bedienung: Endkappen-Tast-Schalter
  • Optik/Reflektor: einhändig nutzbares, arretierbares Advanced Fokus System - Kunststoff Linse (kein Reflektor)
  • Sonstiges: 3 Lichtprogramme, 8 Leuchtstufen, Dimm-Funktion, Batteriestandswarnung
  • Lieferumfang: Box, Lanyard / Handschlaufe, Gürtelclip, SmartCard (Kurzanleitung), 4 Batterien
  • Preis: 99,90 € UVP
LED LENSER M7 mit mit M1 und Olight M20
LED LENSER M7 mit Olight M20 (o.r.) und LED LENSER M1 (u.r.)
» Bedienung

Die Bedienung der LED LENSER M7 erfolgt ausschließlich über einen Schalter in der Endkappe. Dabei interpretiert die Lampe neben einem vollständigem Durchdrücken des Schalters ("click") [D] sowohl ein kurzes Tasten des Schalters ohne ihn komplett durchzudrücken [T] für Momentlich und Lichtsignale (z.B. Morsen) bei ausgeschalterter Lampe bzw. ein Weiterschalten der Leuchtstufe bei eingeschalteter Lampe, sowie ein Tasten und Halten [TH] für den Turbo-Modus im ausgeschalteten Zustand und die Nutzung der stufenlose Dimm-Funktion im eingeschalteten Easy und Professional Modus.

» Regelung und Energiesparmodus

RegelungGanz neu ist bei der LED LENSER M7 nun die Möglichkeit selbst auszuwählen, ob die Lampe geregelt oder ungeregelt betrieben werden soll. Damit hat LED LENSER endlich die Bitten vieler ambitionierten Lampennutzer erhört und bietet mit einem optional auswählbarem "Constant Current" Mode einen geregelten Betrieb der M7 mit konstanter Lichtleistung an, wie es bei den meisten Premium Lampen Modellen inzwischen Standard ist.
Die Regelung setzt allerdings nicht sofort, sondern erst nach einigen Minuten (5-10) ein, da - wie schon bei der M1 - auch bei der M7 ein Temperaturschutz (Smart Light Technology) verbaut ist, der die Lampe nach einigen Minuten Betriebsdauer automatisch auf etwa 60-70% herunterdimmt.
Das entspricht in der Praxis zwar sicherlich einer durchschnittlich, typischen Lampennutzung, spart Energie und ist mit dem Auge meist auch kaum wahrnehmbar, ist aber dennoch wieder eine "Zwangsverdunkelung" und hat den Beigeschmack einer mangelhaften Wärmeableitung.

Ehrlicher Weise muss man aber auch sagen das andere Lampen Hersteller ihre LEDs teilweise sehr nah am (Temperatur-)Limit betreiben, was sich natürlich auf die Lebensdauer der LED auswirkt und teilweise auch für einen schon gefährlich heißen Lampenkopf /-körper sorgt. Der Lampenkopf der LED LENSER M7 wird dagegen auch bei längerem Betrieb nur etwas mehr als Handwarm und bei Bedarf lässt sich durch erneutes Aus-/Anschalten der Lampe der Temperaturschutz der M7 auch wieder zurücksetzen, so dass für weitere 5-10 Minuten erneut die volle Lichtleistung von max. 220 Lumen zur Verfügung steht.
Diese Prozedur ist zwar hin und wieder umständlich, aber für mich dennoch akzeptabel, da die mittlere Lichtleistung bei ca. 60% Helligkeit in der Praxis für die meisten Anwendungen ausreicht und ich wahrscheinlich - wenn denn vorhanden - sowieso eine mittlere Leuchtstufe wählen würde.

UngeregeltNeben dem neuen "Constant Current Mode" steht bei der M7 alternativ ein - für LED LENSER fast klassischer - ungeregelter Betriebsmodus zur Verfügung, der vor allem eine möglichst lange Nutzungsdauer der Taschenlampe ermöglichen soll und deshalb nun auch als "Energy Saving Mode" bezeichnet wird.
Während der geregelten Modus konstante Helligkeit bietet, aber dafür relativ plötzlich und schnell nach nur etwas mehr als 1 Stunde Leuchtdauer einbricht, hat man im ungeregelteten Modus bis zu 10 Stunden Licht; dafür jedoch mit dem Nachteil kontinuierlich abnehmender Helligkeit, bedingt durch die fallende Batteriespannung.

Je nach Einsatzbereich muss/darf man sich bei der LED LENSER M7 also für einen Betriebsmodus entscheiden. Die Auswahl erfolgt durch achtmaliges antippen (8x [T]) des Schalters bei ausgeschalteter Lampe und einem anschließenden Click [D] innerhalb von 5 Sekunden.
Befindet sich die Lampe im Energy Serving Modus bestätigt die Lampe dies durch helles Leuchten und danach langsam abfallender Helligkeit.
Ist der Constant Current Modus gewählt leuchtet die M7 zunächst ebenfalls hell auf und geht dann aber nach 3 Sekunden schlagartig aus.
Ob man sich dieses Schaltprozedere langfristig merken kann ist fraglich, jedoch wird man sich in der Praxis wohl nur einmal für einen der beiden Modi entscheiden. Die Lampe merkt sich für die Zukunft dann die gewählte Betriebsart; auch nach einem Batteriewechsel.

Nachdem gerade eine fehlende Regelung bei vielen LED LENSER Lampen ein immer wieder genannter Kritikpunkt war, finde ich es bei der M7 nun richtig gut die Wahl für geregelten oder ungeregelten Betrieb dem Nutzer zu überlassen. Denn in der Tat haben beide Betriebsarten ihre Vor- und Nachteile, die nun jeder für sich selbst abwägen kann.

LED LENSER M7 Optik
LED LENSER M7 mit aufgeschraubten Lampenkof - LED, Linse und Fokus-Lock

» Drei Lichtprogramme - Easy, Professional und Defence

Insgesamt stehen bei der LED LENSER M7 acht verschiedene Lichtfunktionen zur Verfügung, neben verschieden hellen und stufenlos dimmbaren Leuchtstufen, auch ein Turbo-Modus, Signal-/Morsemodi sowie eine Strobe Modus. Diese Lichtfunktionen verteilen sich dabei auf drei unabhängige Lichtprogramme, die jeweils für unterschiedliche Einsatzbereiche vorkonfiguriert sind.

Schalterpositionen

[D] = Drücken/Klicken --> [an] / [aus]
[T] = Tasten --> nächste Leuchtstufe
[TH] = Tasten und Halten --> Turbo oder Dimmen

» Easy Mode

Der Easy Mode der LED LENSER M7 richtet sich an Lampennutzer die eine Lampe mit wenig Spielereien haben wollen. Beim ersten Drücken des Schalters startet die Lampe mit voller Leistung, kurzes darauf folgendes Tasten aktiviert eine gedimmte Leuchtstufe, nochmaliges Tasten [T] wechselt wieder zur vollen Helligkeit usw.
Ausschalten lässt sich die Lampe durch erneutes Durchdrücken des Schalters.
Alternativ lässt sich auch durch ein Tasten und Halten [TH] in der ersten Leuchtstufe stufenlos zwischen 15 und 100% Leistung dimmen. Zur Helligkeitsauswahl einfach bei gewünschter Helligkeit den Schalter der M7 loslassen.

[aus] + [D] = high Power --> [T] = low Power --> [T]  =  high Power -->  ... -->  [D] = [aus]
oder
[aus] + [D] = high Power --> [TH] = Dimm 15-100%  --> [T] = high Power --> ...

[aus] + [T] = Momentlicht  <--> [aus] + [TH] = Turbo ...

Dieser Modus bietet sich an, wenn Blinkmodi und co nur stören würden und man sich nicht jedesmal durch ein ganzes Sortiment an Lichtfunktionen Klicken und Tasten will. Außerdem finden sich selbst Lampen Laien schnell zurecht und werden nicht von Spezial-Funktionen wie Strobe irritiert. So kann man die Lampe auch einmal ohne lange Erklärungen in fremde Hände geben.

»
Professional Mode

Der Professional Mode richtet sich an ambitionierte Lampennutzer mit Hang zur kreativen Partybeleuchtung. Wie im Easy Mode startet die M7 auf Schalterdruck bei 100% Lichtleistung und ein kurzes Tasten aktiviert die gedimmte Leuchtstufe (15%). Erneutes Tasten bringt den Nutzer nun aber außerdem nacheinander zu einem Blink-, S.O.S.- und Strobe Modus. Damit lässt sich die Lampe z.B. als vielseitiges (Not)Signal-, Positions- und Markierungslicht einsetzen .
Durch Tasten und Halten in der ersten Leuchtstufe lässt sich die M7 außerdem wieder auf eine beliebige Leuchtstärke zwischen 15 und 100% Dimmen.

[aus] + [D] = high Power --> [T] = low Power --> [T]  = Blink --> [T] = S.O.S. -->  [T] = Strobe --> [T] = high Power --> ...  [D] = [aus]
oder
[aus] + [D] = high Power --> [TH] = Dimm 15-100%  --> [T] = Blink --> ...

[aus] + [T] = Momentlicht <--> [aus] + [TH] = Turbo

»
Defence Mode

Der Defence Mode bietet nur zwei Leuchtstufen, volle Leistung und eine Stroboskop-Funktion. Vor allem das hochfrequente Blitzen des Strobe Mode eignet sich potentielle Angreifer in der Dunkelheit zu blenden oder zumindest zu irritieren und so wertvolle Zeit für einen Gegenangriff oder Flucht zu gewinnen.
Auch wenn die Technik ebenfalls bei diversen Sondereinsatzkräften eingesetzt wird ist die Wirkung auf Menschen und Tiere jedoch sehr unterschiedlich. Für den zivilen Gebrauch ohne Training ist die Anwendung meines Erachtens nur eingeschränkt effektiv.

[aus] + [D] = high Power --> [T] = Strobe --> [T]  = high Power --> ...  [D] = [aus]

[aus] + [T] = Momentlicht <--> [aus] + [TH] = Turbo 


Turbo Modus und Momentlicht


Unabhängig vom gewählten Lichtprogramm lässt sich außerdem bei ausgeschalteter Lampe durch Tasten sog. Momentlicht bzw. der Turbo-Modus nutzen. Das ist nützlich um z.B. nur kurz und punktuell dunkle Bereiche auszuleuchten oder auch individuelle Leuchtsignale zu geben.
Die Lichtleistung liegt im Turbo Modus bei 130%. Einen Helligkeitsunterschied zum normalen High-Mode konnte ich mit bloßem Auge jedoch nicht erkennen.


Beamshots LED LENSER M7
LED Lenser M7 Beamshots im Vergleich mit Olight M20 (SMO Reflektor) und LL M1

Lichtprogramm Einstellung

Durch  4 x Tasten [T] und 1x Durchdrücken und Halten  [DH] des Schalters bei ausgeschalteter Lampe wechselt die LED LENSER M7 ins jeweils nächste der drei Lichtprogramme. In welchem Lichtprogramm man sich jeweils befindet signalisiert die Lampe durch 1-3 Lichtimpulse.
Auch hier speichert die die Lampe wieder dauerhaft das gewählte Programm, bis ein anderes Lichtprogramm Programmiert wird. Je Nach Einsatzzweck muss die Programmierung also nur einmal vorgenommen werden, kann jedoch natürlich auch beliebig oft verändert werden.

SmartCard (Kurzanleitung)

LED LENSER M7 DetailsAlle Funktionen der LED LENSER M7 finden sich auch noch einmal als bebildeter Schaltplan auf der Smart Light System Unterseite bzw. auf der mitgelieferten SmartCard.
Die übersichtliche SmartCard zeigt dabei alle wesentlichen Funktionen und die dazu nötigen Schaltvorgänge der LED LENSER M7 und passt z.B. bequem in die Geldbörse. Alternativ lässt sich die SmartCard auch um den Batterietank gewickelt im Lampenkörper unterbingen. So ist die SmartCard geschützt und unverlierbar immer in der Nähe der Lampe.

» arretierbare Einhand-Fokussierung

LED LENSER verzichtet auch bei der M7 wieder auf einen Reflektor und setzt statt dessen auf eine fokussierbare Linsen-Optik, mit den üblichen vor und Nachteilen.

Die Fokussierung läst sich auch bei der LED LENSER M7 wieder einhänding bedienen (Speed-Fokus) und neuerdings sogar in beliebiger Position arretieren.
Damit eignet sich die M7 für die Ausleuchtung im Nah- und Fernbereich und kann durch die neue Arretierung auch für einen festen Einsatzbereich vorbereitet werden. Bei vergangenen Modellen hat sich die Fokussierung z.B. beim Herausziehen aus einem engen Holster ja gerne verstellt; das is nun Vergangenheit, solange man nicht mit stumpfer Gewalt vorgeht.

Ein speziell für den Nah- oder Fernbereich konstruierter Reflektor dürfte der LED LENSER Linsenoptik hinsichtlich Reichweite oder gleichmäßiger Ausleuchtung zwar weiterhin überlegen sein, jedoch ist der Einsatzbereich je nach Reflektor Typ dann auch auf ein bestimmtes Einsatzfeld festgelegt. Wer also keine zwei spezialisierten Taschenlampen mitnehmen möchte, erzielt mit dem Linsen Fokus System einen brauchbaren Kompromiss bei Leuchtweite und Nahbereichsausleuchtung.

» Batterieversorgung

AAA Batterien sind nicht gerade für ihre hohe Leistungsdichte bekannt, dafür aber billig und fast überall auf der Welt zu bekommen. Um in Sachen Helligkeit und Leuchtdauer mit anderen Lampen dieser Klasse mithalten zu können, nutzt die LED LENSER M7 deswegen gleich 4 AAA Batterien, die in einem speziellen Batteriemagazin aus Kunststoff untergebracht sind, das gleichzeitig auch noch den Schalter/Clickie beherbergt.
Das verursacht eine relativ dicke Bauform, (im Vergleich) relativ kurze Laufzeit und macht den Batteriewechsel im Dunklen etwas fummelig, die  ist jedoch eine zwingende Konsequenz wenn auf die exotischeren aber eben auch leistungsstärkeren Lithium Akkus bzw. Batterien verzichten werden soll. Für den Verzicht sprechen immerhin die leichtere/sicherere Handhabung von NiMh Akkus, der geringer Preis und die bessere Verfügbarkeit von AAA Micro Zellen.


LED LENSER M7 Batterie Magazin

LED LENSER M7 mit Batteriemagazin

Wenn aber schon auf Lithium Zellen verzichtet werden soll, wären AA Mignon Batterien wohl die bessere Wahl zu AAA-Zellen gewesen. Dies hätte dann mit ziemlicher Sicherheit aber auch eine Abweichung von der üblichen Bauform der LED LENSER 7er Serie bedeutet. Demnach muss man diesen Umstand einfach als gegeben hinnehmen.
Da sich die LED LENSER M7 nun aber ohne Einschränkung mit NiMH Akkus (z.B. Sanyo Eneloop) betreiben lässt, geht die Laufzeit von 1-10 Stunden, je nach gewählter Helligkeiststufe jedenfalls noch in Ordnung.

Ein zusätzliches/optionales Wechselmagazin würde das Batterie-Gefummel verhindern und die Handhabung gerade bei Dunkelheit vereinfachen. In der Vergangenheit hatten andere ja genau das Gegenteil gefordert, so dass das Batterimagazin nun mit der Endkappe verschraubt ist.

Ein integriertes Low Battery Message System warnt übrigens durch Blinksignale bei schwächelnden Batterien. Gerade im Constant Current Mode steht man so nicht schlagartig im Dunklen, sondener es bleiben noch etwa 5 Minuten Zeit für einen Batteriewechsel.

» Zubehör

M7 Gürtel ClipDie LED LENSER M7 wird in einer stabilen Pappschatel geliefert. Zum Lieferumfang gehören neben SmartCard und Anleitung außerdem eine stabile Handschlaufe, Batterien und ein um 360° drehbarer Kunststoff Gürtelclip. Der Clip bietet zwar viele Tragemöglichkeiten und ermöglicht auch handfreies Arbeiten (auch Befestigung am Fahrrad, Auto Rucksack... ist prinzipiell möglich), hält die Lampe aber deart stramm, dass die Lampe am Gürtel nur mit Schwierigkeiten gezogen/ausgeclipt werden kann. Eventuell bessert sich das mit der Zeit oder man macht sich gleich über ein passendes Kydex Holster Gedanken.

Ein schlichtes Nylon Holster wäre meines Erachtens jedenfalls die bessere Lösung gewesen. Statt des sperrigen Kunststoffclips hätte ich mir außerdem lieber einen schlanken Metallclip direkt am Lampenkörper gewünscht.

» Kritik / Fazit

Die Verarbeitung der LED LENSER M7 ist einwandfrei, vergoldetete Kontakte, sauber laufende Gewinde, solide Materialstärke (1,4mm) und auch das Batteriemagazin macht trotz Kunstoff Komponenten einen guten Eindruck. Die Anodisierung ist für den Hausgebrauch in Ordnung, erreicht jedoch keinen HA III Standard.
Die Handlage ist bei mittlerer Handschuhgröße völlig Ok, für größere Hände dürfte die Lampe aber auch gerne ein wenig länger sein. Da die M7 bedingt durch die Batteriebestückung sowieso nicht klein und schlank und "cigar-grip" tauglich erscheint, würde das auch nicht stören und man hätte etwas mehr Spielraum in der Grifflänge.

Bezüglich Batterieversorgung und Reflektor/Linse ist ja bereits weiter oben schon einiges geschrieben worden.

Wie schon bei der M1 bin auch bei der M7 - trotz grundsätzlich schickem Lampen Design - noch nicht ganz zufrieden mit dem Lampengehäuse. Bei Nässe ist die vorhandene Rändelung nach wie vor noch nicht das Maß der Dinge, auch wenn bedingt durch die Baugröße die M7 natürlich der M1 in Sachen Griffigkeit überlegen ist. Der Clickie/Schalter ist durch den größeren Durchmesser zwar ebenfalls angenehmer/besser zu bedienen als bei der M1, liegt mir persönlich aber immer noch zu tief im Gehäuse und ist mir auch zu klein und rutschig. Außerdem liegt der Druckpunkt im Vergleich zur M1 sehr tief, was gerade die Nutzung des Momentlichts etwas träge macht. Vielleicht ist das bei taktischen Version MT7 ja noch ein wenig anders.

Letztlich ist das aber natürlich auch Geschmackssache, ich mag halt weitgehend frei liegende, griffige Silikonkappen. Andere agumentieren damit, dass bei einem versenkten Clickie mit tiefem Druckpunkt die Gefahr von versehentlichem Einschalten reduziert.
Mit ein paar (vorsichtigen) Tropfen Kleber auf den Schalter bzw. den "Noppen" in der Endkappe lässt sich der Druckpunkt a la myog etwas höher einstellen.

Wegrollschutz und Kerzenfunktion / Tailstand stehen auch mit erscheinen der M7 weiterhin auf der Wunschliste.
Wirklich Wasserdicht ist die LED LENSER M7 aufgrund des Fokus bauartbedingt natürlich auch nicht, vergangene Tests (u.a. in der Spülmaschine...) haben jedoch gezeigt, dass die fokussierbaren LED LENSER Lampen dennoch eine ganze Menge Wasser wegstecken können ohne Schaden zu nehmen.

Über die Belegung der Modi und Anzahl der Lichtfunktionen kann man trefflich streiten. Mir kann ein "low" nie "low" genug sein und ich mag es auch am liebsten, wenn Lampen in diesem Modus starten. Ein niedriges low ist jedoch in erster Linie ein Kriterium für eine Schlüsselbund- / EDC-Lampe und das ist die LED LENSER M7 bauartbedingt nunmal nicht. Demnach ist es auch zu verkraften, dass die M7 immer mit voller Lichtleistung startet.
Der Anwendungsbereich der M7 liegt für mich demnach nicht im EDC Segment, sondern bei Verwendung als leuchtstarke Einsatz- und Outdoor Taschenlampe beim Geocaching, Gassi Gehen, Nachwanderung, Kontrollgang etc.
Unter diesem Gesichtspunkt ist auch eine low Stufe von 15% in Ordnung. Blendfreies Lesen ist mit etwas Abstand auch damit problemlos möglich.
Leider fiept die M7 in gedimmter Stufe ein wenig, was aber nicht weiter stört. Andere Lampen tun dies auch und man hört es nur, wenn es wirklich still ist.

Die Dimmfunktion ist grundsätzlich klasse, doch gerade hierfür wäre eine Memory Funktion noch wünschenswert gewesen.

Lightpainting
LED LENSER M7 - Helles LED Lämpchen...

LED LENSER hat mit der M7 eine vielseitige Lampe auf den Markt gebracht die in der Lage ist individuelle Anwenderwünsche durch unterschiedliche Programmierungen zu berücksichtigen. Unter anderem wurde mit einigen Neuerungen der M7 auch auf eine Reihe von immer wiederkehrenden und bisher hartnäckig ignorierten Kritikpunkten reagiert und das darf deswegen auch einmal lobend erwähnt werden.
Zwar ist das Konzept einer programmierbaren Taschenlampe nicht völlig neu, dennoch scheint mir die neue LED LENSER M7 mit ihrer einfachen Bedienung recht gelungen. Puristen sowie Anwendern mit Spieltrieb liefert LED LENSER mit der M7 gleichermaßen eine solide Lampe. Ob der stolze Preis von knapp 100€ gerechtfertigt ist muss der Markt entscheiden. Das gehobene Preisniveau
richtet sich jedenfalls ziemlich sicher nicht an den Taschenlampen Laien,  wenngleich auch dieser an der M7 mit Sicherheit seine Freude hätte.


Mir gefällt die M7 für den angesprochenen Einsatzbereich jedenfalls und ich bin gespannt wie sie sich im Langzeitgebrauch im Vergleich zu meinen anderen Taschenlampen schlägt.

» LED LENSER M7 pro und contra

+ arretierbarer Speed-Fokus
+ optionale Regelung
+ individuelle Lichtprogramme
+ Verarbeitungsqualität
+ Akkutauglich

mid auto Dimmung
mid zu helles "low"
mid Memory Funktion wäre nützlich

- etwas schwächliche AAA Batterien
- Preis
- kein Wegrollschutz
- Gürtelclip
- leises Fipen bei low

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Led Lenser M7

5 Kommentare:

  1. Sehr guter Bericht zu einer guten Lampe.

    Warum man den Constant Current Mode an- und abschalten kann ist mir aber ein großes Rätsel, denn LEDs sollten dringend mit konstantem Strom betrieben werden.
    Dass ein Betrieb ohne Regelung Energie spart ist so nämlich nicht richtig! Sondern zeigt nur, dass Zweibrüder sich hier schlichtweg eine gute Regelungselektronik gespart hat.
    Bei normaler Wärmeabfuhr ist es auch nicht nötig die Lichtstärke runter zu regeln. Meine Lampe (keine LL) mit 225 Lumen kann ich über eine Stunde auf höchster Stufe lassen, also bis der Akku leer ist.

    Auch 220 Lumen sind nicht das Neuste, LedLenser hängt da ein bisschen dem state-of-the-art hinterher.

    Ich will keine Schleichwerbung für andere Hersteller machen. Wer sich aber eine gute Lampe gönnen will, sollte vorher entsprechende Foren durchstöbern. Es gibt meiner Ansicht nach wesentlich bessere Alternativen als LedLenser.
    Zu dem Preis kann man ganz andere Lampen bekommen!

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  2. Moin Marcel.
    Nur kurz "Dankeschön" für den wirklich ausführlichen Beitrag. Macht Spaß ihn zu lesen...

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  3. Die Bilder, vor allem im Wald überzeugen zum Kauf. Die Lauchte scheint wirklich die 100 Euro wert zu sein. Das Passt perfekt für meine kommende Urlaubs-Ausflüge in die Natur. Guter und Ausführlicher Bericht. Die Leite die Berichte bei Amazon schreiben können hier einiges abgucken.

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  4. Fenix tk2 / 15 r5
    bessere lampen gibt's nicht!. Auch wenn man mittl. aus einer, mit 2 cr123a cellen bestückten , Lampe mehr rausholen kann, ist die Tk12 / 15 R5 reguliert, benutzt Lithium Zellen ( komplett temperatur ressitent!) , ist nach IPX 8 und MIL-STD 810F wasserdicht, außerdem werden sowohl fern als auch nahbereich optimal ausgeleuchtet!
    zudem hat man viele ersatzteile und HAIII.
    Mit anderen Worten:
    Die Ledlenser liegt in Allem rund 10-15 Jahre zurück!

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