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Ultraleicht Trekkingstock aus 3 faltbaren Segmenten

Camp Xenon ultraleichte StöckeCamp verzichtet bei den Xenon Trekkingstöcken auf Teleskopiermöglichkeiten und schafft es so unter anderem das Stockgewicht auf unter 150 Gramm zu senken.
In der Praxis hat sich gezeigt, dass in vielen Fällen stufenlos teleskopierbare Trekkingstöcke gar nicht nötig sind, sofern nur ein ausreichend langes Griffstück vorhanden ist. Auftretende Höhenunterschiede lassen sich nur durch Umgreifen kompensieren, ohne lange an den Stöcken herum zu schrauben. Warum also nicht gleich ganz auf den Teleskopmechanismus verzichten, wie bspw. bei den Camp Xenon der Fall.

» Eckdaten

Camp Xenon Trekkingstöcke
  • Länge: 120 / 135 cm
  • Gewicht: 260 / 290 Gramm (ohne Teller)
  • Material:  6082 T6 Aluminium
  • Rohrdurchmesser: 11mm
  • Packmaß: 50cm
  • Sonstiges: 20cm Schaumstoff Griffe, verstellbare Handschlaufen, 55mm Trekkingteller
  • Preis: ca. 65 / 69 € Wanderstöcke kaufen bei Bergzeit
» Camp Xenon Trekkingstöcke im Test

Camp Xenon Details
Camp Xenon - Seilzug statt Dübel

Bei den Camp Xenon Trekking Stöcken handelt es sich im Prinzip um ein wenig aufgemotzte Lawinensonden bzw. Zeltgestänge. Ein Stock besteht aus drei Segmenten aus nur 11mm dicken Aluminium Rohr, die wie Zeltgestänge ineinander gesteckt und durch einen innen liegenden Seilzug zusammgehalten werden. Dadurch haben die Camp Xenon eine feste Länge und müssen passend zur Körpergröße ausgewählt werden. Am unteren Stock Segment wurde eine verschleißarme Hartmetall Spitze (Tungsten Carbide) eingesetzt, zusätzlich kann noch ein 55mm Teller gegen zu tiefes Einsinken am Stock befestigt werden. Das oberste Segment der Camp Xenon ist mit einem ca. 20cm langen Schaumstofftubus ummantelt und bildet so ein auch bei Nässe ein angenehm zu fassendes Griffstück. Außerdem sind einfach gehaltene Griffschlaufen aus Gurtband vorhanden.
Zum Transport lassen sich die Camp Xenon Stöcke in 3 Segmente falten und so auf ein kompaktes Maß von ca. 50cm zusammenlegen. Eine kleine Gummischlaufe im oberen Bereich des Griffstücks fixiert bei Bedarf die einzelnen Stock Segmente während des Transports miteinander.
Der Aufbau der Xenon Stöcke ist denkbar einfach. Die einzelnen Segmente werden ineinander gesteckt und der innen liegende Seilzug mit Hilfe eines kleinen Knoten im Seil und einer Nut im Griffstück auf Spannung gebracht. Genauso schnell lassen sich die Stöcke auch wieder zusammenlegen.

» Achtung: Eingeschränkter Einsatzbereich!

Einerseits sorgt die simple Konstruktion und der Verzicht auf  Dübelsysteme für Gewichtsvorteile, jedoch hat Camp bei den Xenon Stöcken auch in anderne Bereichen auf Minimalismus gesetzt, weshalb unbedachte "normal" Wanderer ultraleichte Ausrüstung wie die Camp Xenon Stöcke mit Vorsicht genießen sollten.
Die Xenon Trekkingstöcke wurden wirklich nur für den bedachten Einsatz beim Sky-Running und ähnlichen Aktivitäten entwickelt und würden "gewichtigere" Beanspruchungen wohl nicht unbeschadet verzeihen. Schon bei moderatem Körpereinsatz zeigt sicht, dass die Camp Xenon unter Last kräftig nachgeben, mit 80kg sollte man sich da keinesfalls voll reinlegen.

Trekkingstöcke Camp Xenon im Einsatz
Camp Xenon Trekkingstöcke - nichts für "Schwergewichte"

Warum also sollte man sich solche "Zahnstocher" wie die Camp Xenon überhaupt gönnen?
Naja, nicht immer verlangt das Gelände nach erheblichem Stockeinsatz, vor allem nicht mit leichtem Gepäck. Manchmal wünscht man sich nur etwas gelegentliche Stock-Unterstützung oder teilweise kommen  Stöcke auch nur mit, weil man sie zwangsläufig als Gestänge fürs Tarp oder leichten Stativ Ersatz benötigt. Zwar ist auch hier der Einsatz durch die fehlende Teleskopierbarkeit leicht eingeschränkt, aber diesen Zweck erfüllen die Camp Xenon sonst einwandfrei. Die konventionellen Trekkingstöcke bleiben dann zu Hause und es lassen sich ca. 100-200g einsparen.

Im Vergleich zu ähnlich konstruierten Stöcken wie z.B. den Raid Light Trail Poles überzeugen die Camp Xenon durch einen vergleichsweise günstigen Preis und durch das - gerade bei einem Stock mit fester Länge wichtige - lange Griffstück aus in jeder Situtation (auch von oben) angenehm zu greifendem Schaumstoff. Das Packmaß der Camp Xenon ist zudem immer noch kürzer als das vieler klassisch teleskopierbarer Trekkingstöcke.
Die Handschlaufen sind minimalistisch konstruiert, nicht sonderlich bequem, lassen sich aber verstellen und erfüllen ihren Zweck.

» Modifikationen und Alternativen

Camp Xenon KonstruktionBedingt durch die einfache Konstruktion lassen sich die Camp Xenon Trekkingstöcke leicht reparieren und modifizieren. Da die Camp Xenon Stöcke nur in zwei festen Längen erhältlich sind (120 / 135 cm ), kann z.B. eine Zwischengröße wünschenswert sein. Die lässt sich leicht selbst realisieren, wenn man eines der Segmente auf einer Kappsäge entsprechend zuschneidet oder man tauscht das Segment direkt gegen ein passendes Rohr aus. Der Fixierknoten wird dazu einfach nur um ein Stück versetzt, wie man es übrigens auch macht, wenn sich die Kevlar Schnur ein wenig zu weit gedehnt hat.

Alternativ lässt sich nach dem gleichen Konstruktionsprinzip der Camp Xenon auch ein faltbarer MYOG Trekkingstock konstruieren. Es lässt sich dann z.B. auch Carbonrohr oder ein altes Zeltgestänge als Baumaterial für die MYOG Trekkingstöcke verwenden.

Black Diamond hat außerdem für 2011 einen ähnlich konstruierten Trekkingstock Serie aus Carbon angekündigt: Die Z-Poles. Insbesondere das Modell Ultra Distance lohnt sich bei Gelegenheit sicher  nochmal näher anzuschauen.

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3 Kommentare:

  1. Eigentlich bin ich ja auch ein fan der leichten Sachen. Bei Treckinstöcken würde ich aber grad in den bergen etwas robusteres empfehlen, da an dort manchmal ein Leben an den Stöcken hängen kann. Einmal habe ich leicht das Gleichgewicht verloren und der Stock ist zusammengefahren. Glücklicherweise habe ich das Gleichgewicht in Richtung Hang verloren und nicht zum Abgrund hin....

    Für ausgebaute Wanderwege in Mittelgebirgen können die leichten Zahnstocher jedoch herhalten ;-)

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  2. ganz deiner Meinung, genauso handhabe ich das auch. Deswegen auch meine Anmerkung zum eingeschränkten Einsatzbereich der Stöcke.

    Aber immerhin, "einfahren" könnend die Camp Xenon nicht ;-)

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  3. Ich denk ich bleib bei meinen Trekkingstöcken ich hab keine Lust meine Gestänge fürs Zelt zu zerlegen nur weil ich am falschen Ende Gewicht gespart hab ;)

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