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Rucksack Ratgeber für eine Hüttentour in den Alpen

Wanderrucksack
Der Rucksack zählt sicherlich zu den wesentlichen Ausrüstungsgegenständen während einer längeren Wanderung. Er verwahrt und beschützt die benötigte Ausrüstung und wird während der Wanderung genau wie Kleidung und Schuhe nicht nur ständig am Körper getragen, sondern muss auch genauso exakt passen.
Grund genug sich vor der Reise ein wenig Zeit für die Auswahl des richtigen Rucksacks zu nehmen.

Was für die Alpenüberquerung alles an Ausrüstung benötigt und in den Rucksack gepackt werden soll, wurde bereits in der E5 Rucksack Packliste ausgiebig diskutiert. Jetzt geht es noch darum das richtige Modell zu wählen, um dann am Ende hoffentlich einen funktionalen wie schicken Wanderrucksack bestellen zu können.

» Rucksack Anforderungen

Erstens sollte die Qualität des Rucksacks natürlich stimmen, nichts ist wohl ärgerlicher, als wenn man während der Wanderung mit einem ausgerissenen Schulterträger, kaputten Reißverschluss oder ähnlichem da steht.

Auch wenn der E5 durch die Berge führt muss man nicht zwangsläufig zu einem speziellen Alpin Rucksack greifen, auch jeder andere Wanderrucksack wird ziemlich sicher den Anforderungen auf einer E5 Hüttentour gerecht. Dennoch macht es natürlich Sinn ein relativ schlankes Modell mit guter Bewegungsfreiheit ohne ausladende und evtl. störende Taschen zu wählen.

» Rucksack Größe ist nicht gleich Größe

WanderrucksackFür einfache Hüttentouren, ohne spezielle Klettereinlagen, sollte der Rucksack in der Regel ein Volumen zwischen 25 und 40 Liter aufweisen. Wer deutlich mehr Platz braucht, hat höchstwahrscheinlich zu viel eingepackt.

Wichtig ist nicht nur die Größe des Rucksacks nach dem gewünschten Volumen zu wählen, sondern auch nach der eigenen Körpergröße bzw. Rückenlänge. 30 Liter können für eine zierliche Dame bereits mehr als genug sein, bei einem langen 2,10 m Kerl, kann das schon ganz anders aussehen. Hier gibt es im Handel inzwischen Modelle für kurze und längere Rücken. Aber auch speziell an die weibliche Anatomie angepasste Damenrucksäcke sind inzwischen selbstverständlich.
Vorher anprobieren ist genau wie bei Schuhen eigentlich absolute Pflicht!

» Rucksack Ausstattung

Für entspanntes Wandern ist natürlich auch die Ausstattung des Rucksack entscheidend.
Wesentliches Merkmal ist hier natürlich das Tragesystem. Ein einfacher Hüftgurt sollte schon vorhanden sein, um ein wenig das Gewicht von den Schultern zu nehmen und bei schwierigeren Kraxelpassagen den Rucksack ausreichend am Körper zu fixieren. Ein dick gepolstertes Schwerlast-System muss es jedoch nicht sein.

Rucksack mit Netzbespannung
Rucksack mit Netzbespannung
Ob spezielle Belüftungssysteme wie eine netzbespannte Rückseite notwendig sind, ist Geschmackssache. Aufgrund des sich daraus ergebenden eher suboptimalen Gepäckschwerpunktes rate ich tendenziell davon ab.

Als sehr nützlich erweisen sich leicht zugängliche Taschen und Fächer für Reiseführer, Karte, Kamera etc. am Hüftgurt, an der Front oder im Deckelfach. Seitliche Netztaschen sind ebenfalls praktisch für Kleinkram und Trinkflaschen.
Letztere können auch durch ein Trinksystem ersetzt werden. Fast alle modernen Rucksäcke sind inzwischen mit einer speziellen Tasche für die Trinkblase und einen Ausgang für den Trinkschlauch, der möglichst an beiden Schultergurten eine Fixierung zulassen sollte, vorbereitet.
Sonst sind weniger Fächer manchmal auch mehr...

Außen muss auf einer Hüttentour an den Rucksack eigentlich nicht viel dran. Bitte zusehen, die komplette Ausrüstung im Rucksack unterzubringen, auch wenn so’n angebundener Schlafsack und ne klappernde Tasse total “abenteuermäßig” aussieht - es ist unpraktisch!
Steigeisen, Eispickel und co. sind ein anderes Thema. Normale E5 Wander im Sommer brauchen sowas eigentlich nicht, ansonsten muss eben doch ein spezielles Alpinmodell mit entsprechenden Halterungen gewählt werden.

Halterungen für Teleskopstöcke sollten aber in jedem Fall vorhanden sein. Richtig praktisch sind hier auch Modelle mit seitlich an Rucksack und Schultergurt angebrachten Schnellzugriffsmöglichkeiten, wie z.B. bei vielen Osprey Modellen.

Sinn macht auch ein Außen liegendes Netzfach oder elastische Bänder am Rucksack, um ein nasses Handtuch, die Wechselwäsche oder die nasse Regenjacke nicht ins Hauptfach packen zu müssen und schon während der Wanderung trocknen zu können

» Links

1 Kommentare:

  1. OK, was da steht, ist alles richtig. Nur wird ohnehin niemand als erste Wanderung eine alpine Hüttentour unternehmen. Wer sich langsam herantastet, wird schon merken, was nötig ist und was nicht. Dann kommt irgendwann die Frage nach einem vernünftigen und zweckmäßigen Rucksack auf.

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