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Unterschiede, Vor- und Nachteile

Auch wenn die Begrifflichkeiten es vielleicht vermuten lassen unterscheiden sich Hardshell und Softshell Bekleidung ganz sicher nicht nur in der Festigkeit des Außenstoffes, sondern vielmehr decken beide Bekleidungstypen ganz unterschiedliche Einsatzbereiche ab.
Hardshell Bekleidung

Der Begriff Hardshell bezeichnet vor allem vollkommen wind- und wasserdichte Bekleidung. Bietet also Schutz auch gegen alle denkbaren Wetterbedingungen, auch wenn es mal richtig ungemütlich wird. Der Außenstoff einer Hardshell Jacke oder Hose kann dabei sowohl fest als auch eher weich sein und ergibt dabei ein unterschiedliches "Griff"-Gefühl. Die Festigkeit/Robustheit bezieht sich aber nicht nur auf das Außenmaterial sondern auch auf die gesamte Konstruktion von Obermaterial, wasserdichter Membran und Innenfutter. Hier gibt es eine Reihe verschiedener Konstruktionsarten, wie z.B. besonders robuste 3-lagig konstruierte Jacken für anspruchsvolle Abenteuer in den Bergen oder 2,5-lagige Bekleidungsstücke mit hauchdünnem Innenfutter wie z.B. Gore-Tex Paclite, bei denen der Schwerpunkt eher auf niedrigem Gewicht liegt. Sehr hochwertige Hardshells sind meist mit einer atmungsaktiven Membran versehen, einfachere Modelle verfügen dagegen über eine spezielle, wasserdichte Beschichtung.

Doch auch die teuersten Bekleidungsstücke stoßen, gerade bei hohen Temperaturen oder wenig Temperaturgefälle, hinsichtlich des Feuchtigkeitstransportes schnell an ihre Grenzen.

Softshell Bekleidung

Die besonders atmungsaktiven Softshells haben sich wohl auch deshalb in den vergangenen Jahren immer mehr als taugliche Outdoor- wie auch modische Alltags Bekleidung etabliert. Typische Softshells sind in der Regel durch Webart oder Materialwahl stark windabweisend (wie z.B. Pertex Materialien) oder, bei mit speziellen Membranen ausgestatteten Modellen, auch 100% winddicht, wie z.B. Sofshells mit Gore-Tex Windstopper. Im Regelfall sind Softshells dabei jedenfalls weitaus atmungsaktiver als normale Hardshells. Erkauft wird dies mit einer geringeren Regenfestigkeit. Softshells ersetzen demnach also natürlich keine Regenjacke.

Vor- und Nachteile

Hardshells und Softshells haben beide ihre spezifischen Vor- und Nachteile.

Gerade die eingeschränkte Regenfestigkeit der Softshells muss in der Praxis aber kein echter Nachteil sein, denn lange nicht auf allen Touren muss man mit anhaltenden Regenschauern rechnen. Insbesondere auf kurzen Ausflügen ist die Wetterlage zudem meist absehbar und was hilft die beste Regenjacke wenn man nach wenigen Minuten Transpiration innen bereits genauso nass wird wie außen.

Besonders bei körperlich anstrengenden outdoor Aktivitäten kann die Softshell meist punkten und den Körper effektiv vor Wettereinflüssen und insbesondere dem Auskühlen durch Wind schützen. Meist wird die Softshell als Ergänzung zur Regenjacke eingesetzt, insbesondere sehr dünne und leichte Modelle aus Pertex etc. nehmen kaum zusätzlichen Platz im Reisegepäck ein und tragen sich äußerst angenehm.
In einigen Fällen kann die Softshell eine Hardshell sogar komplett ersetzen. Insbesondere im (städtischen) Alltag können Softshells vielfach überzeugen, denn nur in seltenen Fällen wird man sich dabei wohl dauerhaft längeren Regenschauern aussetzen die ein vollwertige Regenjacke nötig machen würden.

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