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Fast wie im Schlafsack...

Besonders warm und besonders leicht waren die Zielvorgaben für das Berghaus Ramche Jacket. In enger Zusammenarbeit mit Bergsteiger Mick Fowler entstand so im Rahmen der Vorbereitung für eine Himalaya Expedition eine Daunenjacke der Spitzenklasse, die damals sicher auch ihren kleinen Anteil an der erfolgreichen Erstbesteigung des 6310m hohen Gojung in Nepal hatte.
Seit Ende letzten Jahres ist die Ramche Jacke in Serie gegangen und hält seitdem auch andere Freunde leichter Daunenbekleidung bei ihren kleinen und großen Abenteuern muckelig warm.

» Eckdaten

Hersteller:  
Modell:
Ramche
Farben:
carbon/red oder blue aster
Größen: S-XXL
Gewicht:
499g (M) (inkl. Packsack)
Material:
Pertex Quantum GL 25 g/m², 10-Denier Ripstop Nylon mit hoher Winddichte, Gänsedaune 850 cuin 90/10,
Sonstiges:
DWR Beschichtung, wasserfest ausgerüstete Daunen, 2 RV Außentaschen, 2 Innentaschen, große Kapuze, verstellbare Bünchen, Body Mapping - optimierte Kammerkonstruktion, Packsack
Preis:
UVP 449,95€

» Berghaus Ramche

Nach dem bereits überzeugenden RAB Infinity Down Jacket setzt Berghaus mit der Ramche die Messlatte für Daunenjacken nochmal ein wenig nach oben und das liegt nicht nur am schicken roten Innenfutter ;-)

 
 Berghaus Ramche

3-Zonen-Füllung

Eine Besonderheit der Berghaus Ramche ist ein auf verschiedene Wärmezonen des Körpers abgestimmten Design mit Bedarfs optimierten Kammerkonstruktionen und Füllmengen (Body Mapping). Während an Bauch und Rücken eine prall gefüllte und isolationsstarke H-Kammer Konstruktion verwendet wird, sind die Kammern an Seiten, Schultern und Ärmeln durchgesteppt.  Der primäre Rumpfbereich wird dadurch bestens isoliert, die durchgesteppte Konstruktion an nachgeordneten Körperpartien ermöglichen dagegen ein besonders niedriges Gewicht. An der Seite und den Unterarmen sind die Kammern für bessere Beweglichkeit zudem leicht schräg angeordnet. Gleichzeitig wird durch die kleinen Kammern auch ein ungewolltes verrutschen der Daunen verhindert.

"Body Mapping"

Hydrodown 

Befüllt ist die Berghaus Ramche mit bester 850er Daune, für maximalen Loft bei niedrigstem Gewicht. Doch auch hier haben sie die Entwickler noch eine kleine Besonderheit einfallen lassen und die Daune zusätzlich wasserabweisend imprägniert (HydroDown). Das macht sich vor allem bei schweißtreibenden Aktivitäten positiv bemerkbar, bei denen so manche Daunenfüllung sonst schnell zusammenfällt und nur noch mäßig isoliert.

Pertex Quantum GL

Als Außenstoff  wird besonders leichtes Quantum GL (25 g/m²) verarbeitet. Das dünne Ripstop-Nylon mit wasserabweisender DWR-Beschichtung ist trotz extrem geringer Fadenstärke (<10 Denier) daunendicht, stark windabweisend und robuster als man auf den ersten Blick meinen will. Wer nicht gerade einen äußerst heftigen Sturz hinlegt oder mit Funkenflug Bekanntschaft macht wird das Material auch bei jahrelanger Nutzung kaum durchscheuern. Es ist zudem angenehm weich und fühlt sich bei direktem Hautkontakt fast seidig an. Außerdem ermöglicht es der Berghaus Ramche ein genial kleines Packmaß. Der zum Lieferumfang gehörende, fast Fußballgroße Packsack, ist hier aber eher kontraproduktiv.

Tragekomfort und Details

Besonders gut gefiel im Test der Schnitt der Daunenjacke; mit 180cm und sportlicher Figur passt größe M nahezu perfekt und lässt noch ein wenig Platz für zusätzliche Unterbekleidung, auch wenn das in vielen Fällen kaum nötig ist. Angezogen ist die Ramche auf Grund des niedrigen Gewichts kaum zu spüren und man fühlt sich fast wie in einem kuscheligen Daunenschlafsack...

  
Berghaus Ramche Details

Im Gegensatz zur knappen RAB Infinity ist auch die Länge der Ramche ausreichend bemessen. Geht es mit Daunenjacke in den Klettergurt schafft der praktische 2-Wege Reißverschluss mit hinterlegter, gefütterter Abdeckleiste trotzdem genügend Platz. Die Ärmel lassen sich schnell per Klettverschluss anpassen und der Bund kann ebenfalls gut reguliert werden; allerdings nur von einer Seite, dafür aber auch einhändig.
Zwei Reißverschlusstaschen an den Seiten bieten Platz zum sicheren Verstauen von Kleinigkeiten. Auch kalte Hände lassen sich hier bequem parken, auf ein flauschiges Innenfleece wurde aber (wahrscheinlich aus Gewichtsgründen) leider verzichtet. Zusätzlich sind zwei weitere Innentaschen vorhanden: Eine Netztasche die bei besonders kalten Temperaturen auch eine größere Trinkflasche aufnimmt und eine weitere Reißverschlusstasche.
Die Kapuze ist ebenfalls aufwendig verarbeitet und mit zahlreichen Details wie innen liegenden Kordelzügen, Gummizug, Schirm und Windschild ausgestattet.Allerdings ist die Dimensionierung für das Tragen ohne Helm doch recht großzügig geraten. Trotz Verstellmöglichkeit ist es so mit dünner Mütze und starkem Wind schwer die Kapuze zuverlässig anzupassen.

» Fazit

Die Berghaus Ramche spielt nicht nur auf Grund des stolzen Preises vonknapp 450€ ganz klar in der Daunenjacken Oberklasse. Das Wärme-Gewichts-Verhältnis ist trotz zahlreicher Details richtig gut und sie findet deshalb selbst bei eher milderen Temperaturen schon mal statt Fleece oder Primaloft den Weg in den Rucksack. Dann allerdings eher für Pausen oder zur Wärmeergänzung in der Nacht, denn bei größerer Anstrengung und/oder höheren Temperaturen wird es sonst schnell zu warm. In Bewegung genügte im Test selbst bei deutlichen Minustemperaturen schon ein dünnes Baselayer um dauerhaft in der Jacke warm zu bleiben.
Auch das Design samt kontrastfarbenem Innenfutter, welches durch das gezielt eingesetzte Body-Mapping auch nicht übermäßig "dick aufträgt", kann sich sehen lassen und findet sicher auch Abseits des Berges seine Anhänger; sofern man mit dem glänzenden Look des kalandrierten Stoffes leben kann.

» Links

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