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Guter Stoff... - Kleiner Zeltratgeber Teil III

Zelte
Ob mit festem Dach über dem Kopf oder im Zelt, Urlaub in den Bergen ist immer abwechslungsreich und garantiert eindrucksvolle Landschaften und Panoramen. Wer allerdings ausschließlich mit dem Zelt z.B. in den Alpen unterwegs ist, sollte jedoch auf das richtige Material für sein mobiles zu Hause setzen.

Als Außenmaterial wird bei modernen, qualitativ hochwertigen Trekkingzelten inzwischen nur noch leichtes Nylon unterschiedlicher Ausprägung verwendet. Schwere Baumwollstoffe kommen fast nur noch bei großen Campingzelten zur Anwendung, bei denen weniger das Gewicht, als Langlebigkeit (auch unter dauerhafter UV-Bestrahlung) und das Raumklima im Vordergrund steht.

Bei den Nylon Zelten lassen sich insbesondere zwei Materialtypen unterscheiden. Zum einen Nylon Stoffe mit PU-Beschichtung und zum anderen - vor allem bei höherwertigen Zelten - beidseitig mit Silikon beschichteten Nylonstoffen, die insbesondere leichter, aber dennoch sehr belastbar sind.

Meist handelt es sich um so genanntes Ripstop-Nylon mit eingewäbten Fäden, die ein weitereinreißen bei kleinen Materialschäden wirksam verhindern. Die Hersteller verwenden bei ihren Zelten unterschiedlich starkes Nylon, weshalb es zum Teil zu ehrheblichen Unterschieden bei der Belastbarkeit kommen kann.  

Silikonisiertes Nylon (auch genannt SilNylon) hat eine sehr glatte Oberfläche und die Nähte müssen meist mit speziellen Nahtbändern bzw. Silikonklebern abgedichtet werden.

 Zelt aus Cuben
eher exotisch: Zelt aus besonders leichtem Cuben

Die Wassersäule von Sil-Nylon Stoffen ist typischerweise geringer als die von PU beschichteten Stoffen, dafür ist die Beschichtung in der Regel haltbarer. Außerdem sollte die Wassersäule von Zeltstoffen nicht überbewertet werden. Im Gegensatz zu z.B. Jacken gilt ein Zeltstoff mit einer Wassersäule von 1500 mm - übrigens ein relativ wilkürlich gesetzter Wert -  bereits als Dicht. Schließlich prasselt der Regen normalerweise nicht mit höherem Druck auf den Stoff und läuft bei einem vernünftig abgespanntem Zelt schnell ab, ohne das sich “Pfützen” bilden.

Anderes gilt für den Zeltboden, bei dem eine Wassersäule von 5000 - 10.000 mm und ein stabiler, abriebfester Stoff zu empfehlen ist. Hier wird meistens dickeres PU-Beschichtetes Nylon zum verwendet. Zelte mit billigen Polyethylenfolienböden nimmt am besten nur mit zu Sommer Festivals.

Eine zusätzliche Unterlage macht aber selbst bei guten Zelten mit hochwertigen Materialien durchaus Sinn, denn Verschleiß und Beschädigungen lassen sich kaum aufhalten und eine zusätzliche Plane - und sei es nur eine billige Maler- oder Baumarktplane - ist günstiger und schneller ausgetauscht als die Reparatur oder gar das Einnähen eines neuen Zeltbodens.

» kleiner Zeltratgeber

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