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Die meisten Menschen glauben, die Sahara sei die trockenste Wüste der Erde – stimmt aber nicht. Die Atacama-Wüste in Chile ist um einiges trockener als die Sahara. Hier hat es stellenweise seit Jahrzehnten nicht mehr geregnet. Dabei sind die Extreme der Wüste irgendwie Nebensache, denn die bizarre und stellenweise unwirkliche Landschaft besticht vor allem durch ihre ungewöhnliche Schönheit. Dafür machen sich jährlich tausende Abenteurer auf den Weg in diesen so lebensunfreundlichen Raum. Auch auf dem Rücken der Pferde lässt sich diese reizvolle Landschaft wunderbar erkunden, auch wenn das noch immer etwas ungewöhnlich für Urlauber ist. Typischer ist da noch Reiturlaub auf Island oder Cowboy-Ferien in den USA, wie in diesem Blogartikel von Expedia schön beschrieben. Aber zurück nach Chile. Mit dem Flugzeug führt der Weg zunächst in die Hauptstadt Santiago de Chile, bevor die Reise in den meisten Fällen mit dem Bus gen Norden fortgesetzt wird. Unkomplizierte Flugverbindungen nach Santiago kann man über Expedia buchen. Mit Zwischenstopp in Paris ist man beispielsweise in knapp 16 Stunden in Chile. Schneller geht es fast nicht.

Salzsee und Flamingos

Eines der bekanntesten Ausflugziele der Atacama-Wüste ist der Salar de Atacama, ein riesiger Salzsee in der Nähe der bolivianischen Grenze. Unter der aus Salz und Wüstensand bestehenden Kruste befindet sich lithiumhaltige Sole, aber eigentlich sieht man wo man auch hinschaut nur die strahlende Kruste. Gelegentliche Soletümpel sind eher die Ausnahme. Bei näherer Betrachtung fällt auf: die weiße Oberfläche besteht aus unzähligen zentimeterhohen Salzhügeln aus spitzen Kristallen. Was auf den ersten Blick lebensfeindlich und trostlos erscheint, birgt im Detail eine zarte Schönheit in sich. Ungefähr in der Mitte des Salzsees befindet sich eine Lagune, die zur Abwechslung mal pink statt weiß strahlt. Der Grund dafür sind duzende Flamingos, die diesen nach schwefel riechenden Ort ihr Zuhause nennen. Auf langen staksigen Beinen bewegen sie sich durch das etwa knöcheltiefe Wasser und zeigen sich von den menschlichen Besuchern nur wenig beeindruckt. Die Flamingos der Atacama sind neben den bunten Trekkingklamotten der Touristen aber auch das einzige, was in irgendeiner Weise farbig leuchtet – abgesehen vom wolkenlosen Himmel in strahlendem Blau. Ansonsten beschränkt sich das Farbspektrum der Wüste auf Erdtöne, Braun und Grau.

Polierte Steine in der Wüste

Apropos Grau, die vielen Gesteinsbrocken der Region, an denen Touristen und Einheimische achtlos vorbei fahren, tragen ein erst vor kurzem gelüftetes Geheimnis in sich. Sie haben trotz der Tatsache, dass es hier keine fließenden Gewässer gibt, sauber abgeschliffene Kanten. Wissenschaftler der University of Arizona fanden heraus, dass leichte Erdbeben die Steine aneinander schlagen lassen und sie sich so gegenseitig polieren. Das ganze tun sie schon seit Millionen von Jahren, weshalb sie sie so glatt sind, wie es sonst nur das Wasser zu schaffen vermag. Diese steine findet man unter anderem im Valle de la Luna, dem Tal des Mondes, ganz in der Nähe des Salar de Atacama. Etwa 17 Kilometer von der Provinzstadt San Pedro entfernt erstreckt sich eine Landschaft, die unglaubliche Ähnlichkeit mit dem Mond hat – oder dem was man sich als Normalsterblicher darunter vorstellt. Kaum Vegetation in einer Geröll- und Steinwüste, das beschreibt diesen Flecken Erde. Und trotzdem hat dieser Ort, genauso wie der nahegelegene Salzsee eine ganz eigene Schönheit und Ästhetik. Besonders schön: der Sonnenuntergang hinter den rot leuchtenden Felsen am Horizont. Nach dem Sonnenuntergang heißt es dann: Warm anziehen, denn in der chilenischen Wüste sinken die Temperaturen des nachts nicht selten unter -15 Grad.

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