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Ein Burger aus der Dose - die Zweite

Burger aus der DoseWir haben uns mal wieder an einen Burger aus der Dose getraut! - nach dem Gourmet-Desaster des inzwischen vom Markt verschwundenen Dosenburgers vom letzten Mal gibt es nun seit geraumer Zeit neue Konkurrenzprodukte. Fündig wurden wir zufällig bei Conserva, einem Webshop für Lebensmittel zur Langzeitlagerung, die gleich mehrere Dosenburger Varianten anbieten.

Nach den vergangenen Erfahrungen haben wir etwas länger gezögert und den Burger erst mal eingelagert, aber die Neugier hat schließlich gesiegt und wir haben trotzdem probiert und den Burger getestet:

Dosenburger im Test 

Nach fachgerechter Zubereitung im Wasserbad zeigt sich wieder ein ähnliches Bild wie bereits beim Vorgänger: Aus der Dose entspringt nach einiger Kochzeit ein weiches, feuchtes Brötchen mit Sesam-Streuseln.
Die Zubereitungsmethode im Wasserbad ist dabei unserer Meinung nach etwas umständlich und das Handling der heißen Dose fast ein Garant für verbrannte Finger oder der Burger bleibt doch nur lauwarm... Für zu Hause empfehlen wir deshalb in jedem Fall die Mikrowelle (ohne Dose!) oder den Vorschlag des Herstellers Brötchen und Fleisch auf den Grill zu legen und langsam zu rösten. Letzteres haben wir ebenfalls ausprobiert und das zeigte dann auch schon deutliche bessere Ergebnisse.

Dosenburger nach der Zubereitung im Wasserbad
Der BBQ-Burger trumpft mit doppelt Fleisch und doppelt Käse auf. Bei der Sauce und sonstigen Komponenten herrscht trotz umfangreicher Zutatenliste aber optisch sonst eher Zurückhaltung, wir entdecken zumindest nichts Undefinierbares was uns Sorgen bereiten könnte und das ist nach den Erfahrungen vom letzten Mal ja schon mal positiv.
Auszug aus der durchaus umfangreichen Zutaten-Liste:
  • Zutaten Brötchen: Weizenmehl, Wasser, Rapsöl, Zucker, Hefe, jodiertes Speisesalz, Weizenprotein, Sesam
  • Zutaten Fleisch: Rindfleisch, Brötchenmehl (Weizenmehl, Wasser, Vorteig(Weizenmehl, Wasser, Malzextrakt, Hefe, Kümmel), Weizensauerteig (Weizenmehl, Wasser), Hefe, jodiertes Speisesalz, Malzbackmittel (Weizengluten, Emulgator(Lecithin), Weizenquellmehl, Malzmehl, Weizenmehl, Enzyme, Mehlbehandlungsmittel Ascorbinsäure, Rapsöl, Weizenproteine, Apfelfaser
  • Zutaten Gouda: Milch, Enzyme, mit Farbstoff (Beta-Carotin E1604), mit Konservierungsstoff (Natriumnitrat E251)
  • Zutaten Sauce: Wasser, Zucker, Tomatenmark, Brauner Zucker (Zucker, Melasse), Tomaten, Weißweinessig, Ahornsirup (4%), Melasse, Sojasauce, Gewürze, Knoblauch, Salz, Zwiebeln, Senf (Essig, Senfkörner, Weißwein, Knoblauch, Salz, Zucker,Verdickungsmittel Xanthan, Gewürze, natürliches Aroma, Säuerungsmittel Zitronensäure, Selleriekörner, Gelbwurz, Annatto), Rapsöl, Verdickungsmittel Xanthan, Curry, Chipotle Pepperoni (1%), Säuerungsmittel Zitronensäure
Das Fleisch (Rinderhack) wirkt ein bisschen wie eine Salami und zusammen mit der Käse Komposition in pikanter aber nicht penetranter Sauce werden Erinnerungen an Bifi Carazza wach. Vielleicht nicht ganz was man beim Begriff "Burger" erwartet aber ehrlich gesagt ist uns der Salami-Style deutlich sympathischer als ein geschmacklich und optisch undefinierbares Formfleisch.

Dosenburger
Dosenburger servierfertig
Insgesamt kommt der neue BBQ Dosenburger bei allen beteiligten Testern im Geschmack deutlich besser Weg als der Vorgänger.

Dennoch - machen wir uns nichts vor: Obwohl man den Burger auch kalt genießen kann, würde ich hier jederzeit ne Salami oder Bifi mit Brötchen und Tütensauce (z.B. Ketchup- oder Senfbeutelchen aus Imbiss oder Metro) vorziehen. Wenn es auf die Haltbarkeit ankommt meinetwegen auch mit Dosenbrot. Der Dosenburger selbst ist übrigens auch nur etwa ein halbes Jahr haltbar, obwohl er sicher auch noch deutlich länger (wahrscheinlich sogar Jahre) genießbar sein dürfte.

Auf einer echten Trekking Tour bleiben Konserven generell zu schwer, um davon einen ausreichenden Vorrat mitzuschleppen. Als netter Gag oder gelungene Abwechslung taugt der Burger aber in jedem Fall. Bei so manchem Fastfood Tempel ist auch schon deutlich schlechteres serviert worden. Der preis von ca. 2,50 EUR ist für 190 g Dosenburger nicht billig, aber fair.

2 Kommentare:

  1. bei Dosengerichten darf man einfahc nicht zuviel erwarten. Denke mal für Festivals wie Rock am Ring dürfte sowas gut passen, da sind die Geschmacksknospen nach einer gewissen Zeit ohnehin relativ betäubt ;-) Für eine ordentliche Trekking Tour würde ich aber auch eher auf BiFi o.ä. zurückgreifen.

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  2. Ihr seit auch vor nix fies. Und es scheint nichts zu geben, was es in Dosen nicht gibt.

    Der Captain Morgen Kuchen ist mir aber noch nicht untergekommen, zumindest hier in Deutschland nicht. Ich koche meinen Kuchen (gerne als Whisky-Schokokuchen) auch lieber selber ein. Dazu kann man zur Not auch Konserverngläser recyclen (wenn der Deckel unbeschädigt ist). Dann ist es im Gegensatz zu Weckgläsern nicht so schlimm, wenn man das Glas unterwegs im Müll entsorgt.

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