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Säbelrasseln

Rab Scimitar JacketNach der Entdeckung der erfreulich leistungsstarken Vapour-rise Technologie waren klassische Softshells zunächst kein Thema mehr, aber manchmal kommt das dünne Material halt doch an seine Grenzen und es muss für Ausflüge mit - auch das kommt vor - schwerem Gepäck etwas robusteres her. Mit dem technischen Scimitar Jacket hat der britische Outdoor Ausrüster Rab eine Rucksack-taugliche Outdoor Softshell entwickelt, die schlechtem Wetter den Kampf ansagt, ob das gelingt oder es nur beim Säbelrasseln bleibt erfahrt ihr weiter unten.

Eckdaten

Hersteller: Rab
Modell: Scimitar
Material: Matrix DWS 182 / 275 g/m²
Gewicht: ~ 550 g
Details: Verstellbare Kapuze mit Schirm, Kapuze aufrollbar, extra große Seiten-Taschen, Brusttasche, Zweiwege-RV mit dünnem Stormflap
Preis: UVP 169,95 EUR

Scimitar Jacket

Rab Matrix DWSDas Scimitar Jacket verzichtet zu Gunsten der besseren Atmungsaktivität bewusst auf eine (absolut winddichte) Membran und setzt dagegen auf sein bewährtes Matrix DWS Softshell in zwei unterschiedlichen Materialstärken. Der leicht elastische Stoff ist innen Trikot-artig aufgeraut und begünstigt so den Feuchtigkeitstransport, die Außenseite ist dagegen glatt gewebt und dadurch sehr robust. Zusätzlich wurden auf Rucksacktouren regelmäßig stark beanspruchte Stellen wie Schulter und Ärmel besonders verstärkt. Das zeigt sich auch optischen in der farblich dunkler abgesetzen Stofffärbung. An den dunklen Stellen kommt dickes Matrix DWS in 275 g/m² zum Einsatz, während man sich im helleren Rumpfbereich mit 180 g/m² begnügt und so das Gesamtgewicht gering hält.

Aus der Praxis

Das Scimitar Jacket kommt immer dann zum Einsatz wenn es keinen extremen Wetterschutz braucht, aber nur ein Shirt dann doch zu wenig wäre - eben beim typischen "Softshell Wetter"; und das herrscht auf vielen Touren meist ja den Großteil der Zeit. Membranjacken bieten hier zwar einen umfangreicheren Wetterschutz, stoßen aber bei der Atmungsaktivität immer wieder an ihre Grenzen. Für viele Nutzer also ein Grund auf eine Membran zu verzichten und nur im Bedarfsfall darauf zurück zu greifen. Der Verzicht auf eine Membran wirkt sich übrigens gleichzeitig auch positiv auf den Preis aus.

Im Praxiseinsatz zeigt das Scimitar Jacket hier seine zu erwartende Stärke im Funktionsmix aus Wetterschutz und Atmungsaktivität und überzeugt zudem mit exzellentem Feuchtigkeitstransport. Rab verzichtet dabei auch ganz selbstbewusst auf eine zusätzliche Unterarmbelüftung. Im Zweifel kann jedoch über die äußerst großzügigen Taschen für zusätzliche Frischluft gesorgt werden. Uns fehlen bisher noch die Erfahrung an richtig heißen Tagen, da das Scimitar Jacket bisher nur im Spätsommer und Herbst zum Einsatz kam. Hier lässt sich aber sagen, dass die Wärmeregulation mit dem Rab Softshell in einem breiten Temperaturspektrum zwischen rund 5 und 20°C stets gut gelang; An kälteren Tagen dann zusätzlich in Kombination mit einem dünnen Fleece.

Rab Scimitar Softshell
Rab Scimitar Jacket im Profil
Neben den Vorzügen der besonderen Webart des Matrix DWS Material steckt das Scimitar Jacket dank hervorragender DWR-Imprägnierung auch Regen gut weg. Der Abperl-Effekt ist aber nur so gut wie die Imprägnierung (gepflegt wird) und ersetzt auf Dauer natürlich keine Regenjacke

Vorgeformte Ärmel mit per Klett verstellbaren Bündchen sorgen zusammen mit dem elastischen Material für reichlich Bewegungsfreiheit bei fast allen Aktivitäten vom Waldspaziergang bis zur alpinen Klettertour. Die Passform insgesamt fällt jedoch eher klein aus und im Zweifel sollte man die Jacke eine Nummer größer wählen.

Vorbildlich gelöst ist auch die große Kapuze mit stabilem Schirm und einem geschickt konstruiertem Verstellmechanismus am bis zur Nasenspitze reichendem Kragen mit angeflauschter Innenseite. Selbst bei stürmischem Wetter flattern einem hier keine Bänsel und Tankas unangenehm ins Gesicht. Bei moderatem Wetter ist der hohe Kragen - vor allem in Anbetracht des nicht komplett winddichten Materials - aber etwas gewöhnungsbedürftig.

Rab Scimitar Details
ScimitarSoftshell - Details
Wie bereits angesprochen am Rande sind die Taschen des Scimitar Jacket wirklich riesig geraten: Handschuhe, Mütze, Halstuch...all das bekommt man auch in dickerer Ausführung - natürlich ein wenig auf Kosten der Silhouette - noch problemlos unter. Die hohe, weit hinten angesetzte Positionierung der Taschen erlaubt außerdem die Nutzung zusammen mit einem Klettergurt. Zusätzlich sitzt auf der Brust eine praktische Napoleon-Tasche fürs Handy oder anderen Kleinkram..

Fazit

Scimitar im TestAls robuster allround Wind- und Wetterschutz konnte das Scimitar Softshell trotz fehlender Membran bisher vollends überzeugen. Sitzt man nicht auf dem Rad oder klettert auf dem höchsten Gipfel ist der Windschutz der Jacke absolut ausreichend und für überraschenden Regen gibt es ja ohnehin die klein verpackte Notfallregenjacke...geht man so an die Ausrüstungsplanung, macht man mit dem Scimitar Jacket keinen Fehler. Im Gegensatz zum dünnen Windshirt oder anderen Leichtgewichts-Sofshells ist sie auch robust genug für die dauerhafte Nutzung mit einem großen und schweren Trekkingrucksack.

Weitere Praxiserfahrungen mit dem Scimitar Jacket gibt es auch hier beim Hiking Blog.

Link


1 Kommentare:

  1. Danke für den ausführlichen Review und die Verlinkung meines Testberichts!

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